Lehman-Pleite - aktuelle Themen & Nachrichten - SZ.de

Lehman-Pleite

Lehman-Pleite
:Warum sich ehemalige Lehman-Gläubiger doppelt betrogen fühlen

Mehr als acht Jahre nach der Lehman-Pleite leiden immer noch Kleinanleger unter den Spätfolgen. Das Ungerechte daran: In manchen Fällen profitieren Banken sogar zweifach.

Von Lea Hampel

Komplexe Finanzprodukte
:Wie die Zertifikate-Branche um Vertrauen kämpft

Suche Vertrauen, biete Transparenz: Mit der Lehman-Pleite verloren Anleger ihren Glauben in Zertifikate, der Markt schien tot. Nun jedoch wagt sie sich die 100 Milliarden Euro schwere Branche wieder aus der Deckung und legt ihre Margen offen. Verbraucherschützer sind skeptisch.

Von Markus Zydra, Frankfurt

Lehman-Pleitier Richard Fuld
:Vom Gorilla zum Psychopathen

Richard Fuld war der letzte Chef der Pleite-Bank Lehman Brothers. Er gilt als Symbol für grenzenlose Gier, Verschwendung und Missmanagement. Strafrechtlich wurde der Banker mit dem Spitznamen "Gorilla" nie belangt. Beruflich kam er aber nicht mehr auf die Beine.

Von Mirjam Hauck

Lehren aus der Lehman Brothers-Pleite
:Zombie-Banken unter Beobachtung

Fünf Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers hat sich einiges geändert im Finanzsektor. Doch wie gut sind die Institute heute gegen eine Krise gewappnet? Würden deutsche Banken ein "Lehman 2.0" überstehen?

Bankpleite
:Lehman-Gläubiger bekommen womöglich Geld komplett zurück

Die Pleite der US-Bank Lehman Brothers hatte 2008 an den Finanzmärkten schwere Verwerfungen ausgelöst. Zumindest die Gläubiger des europäischen Zweigs der Bank können nun darauf hoffen, ihr Geld im besten Fall vollständig zurückzubekommen. Deutsche Privatanleger haben davon wohl nichts.

Insolvenz der Investmentbank
:Amtsgericht will 67 Millionen Euro von Lehman-Gläubigern

Aus dem Fall Lehman konnte die Welt viel lernen. Zum Beispiel, was passiert, wenn eine Bank in die Pleite geschickt wird. Die staunenden Deutschen erfahren noch etwas mehr - etwa über Gebührenvorstellungen der deutschen Justiz: Das zuständige Amtgericht überrascht mit einer horrenden Forderung.

Lehman Brothers
:834 Millionen Euro für den Insolvenzverwalter

Michael Frege will kein "Verlustgeschäft" machen. Deswegen fordert der Insolvenzverwalter des deutschen Ablegers von Lehman Brothers 834 Millionen Euro - 25 Mal so viel, wie der Insolvenzverwalter von Karstadt einst bekommen hat. Wie diese Summe zusammenkommt.

Von Harald Freiberger

Lehman-Brothers-Pleite
:Die Angst vor dem Crash-Virus bleibt

Vier Jahre ist es her, dass die Investmentbank Lehman Brothers zusammenbrach. Der Kollaps hat Folgen bis heute - und gibt noch immer Rätsel auf: Wie konnte es sein, dass eine Bank dieser Größe das weltweite Finanzsystem ins Wanken brachte? Diese Frage ist weiter offen. Und die Furcht ist groß, dass der Crash-Virus erneut zuschlägt.

Moritz Koch

Société-Générale-Banker Kerviel geht in Berufung
:Zocker spielt verfolgte Unschuld

Dass er fünf Millarden verzockt hat, bestreitet Jérôme Kerviel gar nicht. Doch das sei eben Teil des Systems gewesen. Der ehemalige Banker sieht sich deshalb als Opfer und nicht als das Problem. Die nun verhängten fünf Jahre Haft hält er für eine Ungerechtigkeit - und macht seinem Ex-Arbeitgeber Société Générale schwere Vorwürfe.

Hannah Wilhelm

Nach der Pleite
:Lehman-Opfer bekommen Geld zurück

Sie mussten mit dem Schlimmsten rechnen: Wer als Kleinsparer in die Pleite-Bank Lehman investiert hatte, rechnete nach dem Bankrott der US-Bank mit einem Totalverlust. Doch der deutsche Insolvenzverwalter zieht nun eine recht gute Bilanz: Fast ein Drittel der Forderungen sei bereits erfüllt. Einige Anleger können sogar mit Gewinnen rechnen.

Pleitebank Lehman Brothers einigt sich mit Gläubigern
:20 Cent für einen Dollar

Die Summe ist enorm, die Chance, sie zurückzubekommen, gleich null: Bei Lehman Brothers nahm die Finanzkrise ihren Anfang, deshalb steht die Investmentbank mit 320 Milliarden Dollar Schulden bei Gläubigern in der Kreide. Nun will sie das Geld zurückzahlen - allerdings nur einen kleinen Teil davon. Wer davon profitieren könnte.

Dritter Jahrestag der Lehman-Pleite
:Blumen gegen den Zorn

Bankintern hießen sie nur "A&D" - Alte und Doofe. Als die US-Investmentbank Lehman Brothers vor drei Jahren pleite ging, waren auch 3700 Kunden von Deutschlands größter Sparkasse betroffen. Als Entschuldigung empfahl ein internes Papier eine Einladung zum Essen oder einen Blumenstrauß. Jetzt urteilt erstmals der Bundesgerichtshof über die Klage eines Opfers.

Kristina Läsker

Interbankenhandel trocknet aus
:Wie damals beim Lehman-Crash

Woher bekommen Banken Geld? Von anderen Banken. Dieser Kreislauf allerdings ist derzeit gestört. Die Finanzinstitute misstrauen einander. Eine brandgefährliche Entwicklung, die an die Lehman-Tage erinnert. Doch es gibt einen Unterschied, der Hoffnung macht.

Harald Freiberger

Krise an den Börsen
:Wie aus Gerüchten Katastrophen werden

Die Furcht vor dem Zusammenbruch von Banken und Börsen ist wieder übermächtig. Besonders dramatisch ist das Minus bei französischen und italienischen Geldhäusern - Erinnerungen an die Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers werden wach. Was bisher geschah und wie sich die Krise weiterentwickeln könnte - ein Szenario.

Martin Hesse und Catherine Hoffmann

MeinungChaos an den Finanzmärkten
:Cash und Crash

Rettungspaket für den Euro, bestandene Stresstests für Finanzkonzerne - und dennoch scheint es möglich, dass Banken kollabieren und das Finanzsystem zerstören. Regierungen und Regulierer haben zwar viel getan, um Banken stabiler zu machen - doch entscheidende Webfehler im Finanzsystem sind nicht behoben.

Martin Hesse

EU-Verordnung für Finanzprodukte
:Gegen das "Wild-West-Gelände"

Lehren aus der Lehman-Pleite: Händler sollen ihre Geschäfte mit hochspekulativen Produkten künftig offen legen. Darauf pocht die Europäische Kommission - und bleibt im Vergleich zu Deutschland zögerlich.

Bankenbelastungstest
:Ein Gift namens Unsicherheit

Stresstests für Banken haben einen großen Vorteil: Sie beugen verhängnisvollem Gerede vor. Der jetzige Test war schon ein guter Anfang, auf den aber noch viel folgen muss.

Alexander Hagelüken

EU-Abgeordnete gegen Bankenlobby
:Hilferuf der Parlamentarier

EU-Parlamentarier sehen die Demokratie in Gefahr. Der Grund ist die Bankenlobby - sie ist einfach zu mächtig. Jetzt sind die Bürger gefordert.

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