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Zahlung an Diack-Sohn:FinCEN-Files belasten Olympia-Bewerbung Tokios

Olympia - Tokio-Macher legen Rettungsplan vor

Logo der Spiele auf einem Plakat in Tokio.

(Foto: Eugene Hoshiko/dpa)

Eine Beraterfirma soll dem Sohn des früheren Chefs des Leichtathletik-Weltverbandes über 300 000 Euro gezahlt haben. Mit Jakob Johnson schafft zum zweiten Mal überhaupt ein Deutscher einen Touchdown in der NFL.

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Olympische Spiele, Tokio: Die sogenannten "FinCEN-Files" bringen die Olympia-Bewerbung Tokios offenbar weiter in Verruf. Nach einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo soll eine Beraterfirma des Bewerbungskomitees rund um die Wahl im September 2013 insgesamt 370.000 Dollar (etwa 313.000 Euro) an den umstrittenen Sohn des ehemaligen IOC-Mitglieds Lamine Diack gezahlt haben.

Diack, Ex-Präsident des Leichtathletik-Weltverband WA, war am vergangenen Mittwoch in Paris wegen Korruption, Geldwäsche und Dopingvertuschung zu einer vierjährigen Haftstrafe, davon zwei Jahre auf Bewährung, verurteilt worden. Sein Sohn Papa Massata Diack bekam in Abwesenheit eine Strafe von fünf Jahren Haft. Beide sind auch Schlüsselfiguren in einem weiteren Ermittlungsverfahren, das derzeit in Frankreich läuft und in dem es um möglichen Stimmenkauf bei der Wahl Tokios geht.

Die nun vorliegenden Dokumente, die aus bislang geheimen Unterlagen des US-Finanzministeriums hervorgehen und von einem internationalen Zusammenschluss von Medien ausgewertet wurden, könnten laut Kyodo weiteres Licht in die Ermittlungen bringen. Papa Massata Diack wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die zwei Zahlungen stünden in Zusammenhang mit einem Sponsorendeal in China und hätten "nichts mit den Olympischen Spielen in Tokio zu tun".

Im vergangenen Jahr war im Zuge der Ermittlungen in Frankreich Tokios Olympia-Chef Tsunekazu Takeda zurückgetreten. Takeda soll in die Zahlung von Bestechungsgeldern in Höhe von insgesamt zwei Millionen Dollar verwickelt sein, er beteuert seine Unschuld.

NFL, Jakob Johnson: Als erst zweiter deutscher Football-Profi hat der Stuttgarter Jakob Johnson einen Touchdown in der NFL erzielt. Bei der 30:35-Niederlage der New England Patriots gegen die Seattle Seahakws fing Johnson am Sonntagabend (Ortszeit) im dritten Viertel einen Pass von Quarterback Cam Newton in der Endzone. Die sechs Punkte sorgten für den Zwischenstand zum 23:28. Vor dem 25 Jahre alten Fullback hatte einzig Markus Kuhn einen Touchdown in der NFL erzielt. Dem Verteidiger gelang das 2014 für die New York Giants. Johnson spielt seine zweite Saison in der stärksten Football-Liga der Welt und war in Deutschland für die Stuttgart Scorpions in der GFL aktiv. Er erarbeitete sich seinen Platz bei den Patriots über ein Förderprogramm für internationale Spieler.

Basketball, NBA: Anthony Davis hat die Los Angeles Lakers im Play-off-Halbfinale mit einem "Buzzer-Beater" zum zweiten Sieg im zweiten Spiel geführt. Im Duell mit den Denver Nuggets traf der siebenmalige Allstar in der Schlusssekunde per Dreier zum 105:103-Endstand. L.A. kann sich in der Nacht zu Mittwoch mit einem weiteren Erfolg in der Best-of-Seven-Serie vier Matchbälle holen. Mit 31 Punkten war Davis, Olympiasieger von London, bester Werfer des Abends. LeBron James steuerte zum Sieg 26 Punkte und elf Rebounds bei. Bei den Nuggets glänzte erneut der Serbe Nikola Jokic (30 Punkte). Setzen sich die Lakers im Westen durch, treffen sie im Finale auf Miami Heat oder die Boston Celtics mit dem deutschen Nationalspieler Daniel Theis. Boston liegt im Osten 1:2 zurück.

© SZ.de/dpa/sid/jbe/ska
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