Vermarkter Infront Netzer sorgt sich massiv um 1860 München

Persönlich nach München: Infront-Geschäftsführer Günter Netzer.

(Foto: dpa)

Die Lage beim TSV 1860 München ruft den Vermarkter Infront auf den Plan. Die Firma macht sich große Sorgen um den Klub, nun will sich Geschäftsführer Günter Netzer persönlich ein Bild von der Situation machen.

Von Markus Schäflein und Philipp Schneider

Die Lage beim TSV 1860 München, die Erfolglosigkeit in der vergangenen Zweitliga-Saison und vor allem die Entscheidung über eine Zukunft mit oder ohne Sport-Geschäftsführer Gerhard Poschner hat auch den Vermarkter Infront auf den Plan gerufen.

Die Firma macht sich so große Sorgen um den Klub, bei dem sie im Februar einen Vertrag mit einer Laufzeit von 13 Jahren unterschrieb, dass sich Infront-Geschäftsführer Günter Netzer persönlich ein Bild von der Situation machen will.

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In den nächsten Tagen wird der frühere Nationalspieler eigens wegen Sechzig nach München reisen, um zu erfahren, wie die nähere Zukunft aussehen soll. "Ich werde mich seriös erkundigen, was los ist", sagte Netzer der SZ, "wir haben dort ein Riesenengagement, das für uns von großer Bedeutung ist."

Infront ist ein internationales Sportmarketing-Unternehmen mit Hauptsitz in Zug in der Schweiz, das im Februar von der chinesischen Wanda-Gruppe übernommen wurde. Für die Vermarktung inklusive Business Seats garantiert Infront dem TSV 1860 rund fünf Millionen Euro pro Jahr.

Nach SZ-Informationen steht im Umfeld der Firma ein Kandidat bereit, der im Falle einer Entlassung Poschners neuer Sport-Geschäftsführer werden könnte.