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Testspiel gegen Frankreich:Götze, Reus und Schmelzer sagen ab

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Elf des Bundesliga-Spieltags

Lewandowski überblickt das Chaos

Robert Lewandowski macht die entscheidenden Dinge beim aufregenden Spiel in Leverkusen, Arjen Robben saust nach dem Abpfiff am schnellsten und zwei Wintereinkäufe führen ihre neuen Teams gleich zum Sieg.

Personalmangel bei Bundestrainer Joachim Löw vor dem Testspiel in Paris, auch Klose und Bender sind fraglich. Dopingskandal um Eufemiano Fuentes erreicht den spanischen Fußball, Maria Scharapowa holt Nicolas Kiefer in ihr Trainerteam, Mona Barthel steht erstmals unter den ersten 30 der Tennis-Weltrangliste.

Nationalmannschaft, Testspiel: Nach Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger haben auch die Dortmunder Marcel Schmelzer, Mario Götze und Marco Reus für das erste Länderspiel des Jahres am Mittwoch (21.00 Uhr/ARD) in Paris gegen Frankreich abgesagt. Fraglich ist zudem, ob Torjäger Miroslav Klose und Lars Bender spielen können. Außenverteidiger Schmelzer leidet an einer Sprunggelenk-Kontusion sowie einer Racheninfektion. Mittelfeldspieler Mario Götze plagt ein viralen Infekt. Bei Marco Reus diagnostizierte BVB-Mannschaftsarzt Markus Braun eine Adduktorenzerrung. Der Münchner Schweinsteiger hatte schon am Sonntag wegen einer Verletzung am Sprunggelenk passen müssen. Der Dortmunder Ilkay Gündogan reiste dagegen trotz einer Außenbanddehnung im Sprunggelenk, die er sich beim 3:2 am Sonntag in Leverkusen zugezogen hatte, am Montag in Frankfurt an. Offen ist noch, ob Klose und Lars Bender fit sind. Beide mussten sich am Montag einer Untersuchung bei DFB-Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München unterziehen.

Doping in Spanien: Der spanische Dopingskandal hat auch den Fußball erfasst. Erstligist Real Sociedad San Sebastian soll sechs Jahre lang mit Schwarzgeld für Dopingmittel bezahlt haben, im Jahr 2008 insgesamt 327.000 Euro. Das behauptete der ehemalige Präsident des Erstligisten, I aki Badiola, am Rande des Prozesses gegen Eufemiano Fuentes, der zurzeit als mutmaßlicher Drahtzieher der weltweit größten Dopingaffäre in Madrid vor Gericht steht. "Unser Aufsichtsrat hat 2008 die beiden Mannschaftsärzte Eduardo Escobar und Antxon Gorrotxategi angezeigt, weil die vorherigen Vorstände ihnen über sechs Jahre lang Schwarzgeld gaben, um Mittel zu kaufen, die auf der Dopingliste standen", sagte Badiola in einem Interview der spanischen Sportzeitung AS: "Es könnte perfekt passen, dass Eufemiano Fuentes als Mittelsmann fungiert hat." Zuvor war die Abkürzung "Rsoc" in den beschlagnahmten Unterlagen von Fuentes aufgetaucht. Die Buchstaben-Kombination könnte auf eine Verbindung zum Tabellenachten der Primera Division hindeuten. Seine Behauptungen stützt Badiola, der vom 1. Januar 2008 bis zum 20. Dezember 2008 Präsident von San Sebastian war, auf zwei Dateien. Zum einen würden darin die Schwarzgeldzahlungen für die Substanzen belegt, zum anderen gebe es eine Mail, in der Gorrotxategi nach der Erlaubnis für deren Kauf fragt.

FC Bayern in der Einzelkritik

In Arjen Robbens Karnevalskostüm

Tennis, Nicolas Kiefer: Der ehemalige Weltranglistenvierte Nicolas Kiefer gehört ab sofort zum Trainerteam der russischen Tennisspielerin Maria Scharapowa. "Ich fliege am Freitag zum Turnier nach Doha und von dort aus zehn Tage zum Training nach Los Angeles", sagte Kiefer. Anschließend werde man sich "an einen Tisch setzen" und entscheiden, wie es mit der Zusammenarbeit weitergeht. Kiefer hatte seine eigene Profikarriere Ende 2010 beendet. Seither ist er regelmäßig als Trainer in der Tennisbase in seiner Heimatstadt Hannover im Einsatz. Der Kontakt zu Scharapowa kam über Kiefers ehemaligen Coach Thomas Högstedt zustande. Der Schwede ist seit 2010 Cheftrainer im Team der Russin.

Die Fußballgötter

Robben hinterm Tor

Tennis der Frauen: Mona Barthel steht nach ihrem Turniersieg in Paris erstmals unter den 30 besten Tennisspielerinnen der Welt. Die 22-Jährige aus Bad Segeberg verbesserte sich nach dem 7:5, 7:6-Finalsieg gegen Sara Errani aus Italien von Platz 45 auf Platz 28 im Ranking. Es ist die bisher beste Platzierung ihrer Karriere, zuvor hatte sie es einmal auf Rang 31 geschafft.

Handball, Auszeichnung: Nationalspieler Uwe Gensheimer ist erneut Deutschlands Handballer des Jahres 2012. Der Linksaußen des Bundesliga-Tabellenführers Rhein-Neckar Löwen, der auch im Vorjahr gewonnen hatte, erhielt bei der Leserwahl des Fachmagazins Handballwoche 8622 Punkte. Auf dem zweiten Platz folgt der Tscheche Filip Jicha (7259 Punkte) vom Triple-Sieger THW Kiel. Dritter ist Nationaltorwart Silvio Heinevetter von den Füchsen Berlin mit 5238 Punkten. Bei den Frauen wurde zum ersten Mal Nationaltorfrau Katja Schülke vom HC Leipzig mit dem prestigeprächtigen Titel ausgezeichnet. Schülke erhielt 7327 Punkte. Zweite wurde Rückraumspielerin Laura Steinbach von Bayer Leverkusen mit 6814 Punkten, gefolgt von Torhüterin Clara Woltering (Budocnost Podgorica/Montenegro) mit 6653 Punkten. Die Wahl zum Handballer des Jahres wird seit 1978 durchgeführt. Erster Sieger war vor 34 Jahren der ehemalige Bundestrainer und heutige DHB-Sportmanager Heiner Brand.

Fußball, Bayer Leverkusen: Der Bundesligist setzt weiter auf Sebastian Boenisch. Die Rheinländer verlängerten den im Juni auslaufenden Vertrag mit dem 26 Jahre alten polnischen Nationalspieler bis zum 30. Juni 2016. Das gaben die Rheinländer am Tag nach dem 2:3 im Spitzenspiel gegen Meister Borussia Dortmund bekannt. Der damals vereinslose Boenisch war Anfang November nach Leverkusen gekommen, nachdem sich die beiden Verteidiger Michal Kadlec und Daniel Schwaab schwerer verletzt hatten. "Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich die Verantwortlichen bei Bayer von meinen Qualitäten überzeugen konnte", sagte Boenisch. Sportdirektor Rudi Völler freut sich darüber, "dass Sebastian nicht nur bei uns so gut eingeschlagen hat, sondern sich durch seine Leistungen in Leverkusen auch wieder in die polnische Nationalmannschaft spielen konnte. Auch das zeigt, dass wir mit seiner Verpflichtung richtig gelegen haben."

Fußball, Nils Petersen: Der vom FC Bayern ausgeliehene Stürmer will auch in der kommenden Saison unbedingt für Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga spielen. "Ich würde sehr gerne in Bremen bleiben, das steht fest", sagte der Angreifer dem Sender Radio Bremen. Der 24 Jahre als Stürmer hat für Werder bisher neun Tore geschossen. In der vorherigen Saison kam Petersen für die Bayern nur zu neun Einsätzen und erzielte dabei zwei Treffer. "Es würde mir schwer fallen, Bremen zu verlassen", sagte der bis zum Saisonende ausgeliehene Angreifer und fügte an. "Ich muss abwarten, was Bayern plant, vor März oder April wird es keine Entscheidung geben." Die Bremer besitzen keine Kaufoption für Petersen. Entscheidend ist auch, was der zukünftige Bayern-Coach Pep Guardiola will. "Der neue Trainer kennt mich wahrscheinlich nicht", sagte Petersen.

Fußball in Spanien: Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona hat am 22. Spieltag der Primera Division seinen Rekord ausgebaut und auch im zwölften Ligaspiel in Folge getroffen.

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