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Schach-WM:So funktioniert der Tiebreak

2018 World Chess Championship - Magnus Carlsen v Fabiano Caruana

Am Mittwoch kommt es zum Tie-Break zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana.

(Foto: REUTERS)
  • Nach zwölf Remis kommt es bei der Schach-WM am Mittwoch zum Tiebreak zwischen Weltmeister Carlsen und Herausforderer Caruana.
  • Angesetzt sind vier Partien im Schnellschach und bis zu zehn Blitz-Mini-Matches, gefolgt von einer Armageddon-Partie.

In der zwölften Partie der Schach-WM bot Weltmeister Magnus Carlsen seinem Herausforderer Fabiano Caruana das Remis an - obwohl Carlsen mit den schwarzen Steinen die bessere Stellung hatte. Das hatte einen Grund, denn dadurch endeten alle zwölf Spiele der Schach-WM ohne Sieger und der neue Weltmeister wird am kommenden Mittwoch im Tiebreak ermittelt ( ab 16 Uhr, Liveticker auf SZ.de mit Schach-Großmeister Stefan Kindermann).

In diesem Tiebreak wird Schnell- und Blitzschach gespielt - eine Spezialität von Magnus Carlsen. Zweimal war der Norweger Weltmeister im Schnell-, dreimal im Blitzschach. Er gilt als Favorit gegen Caruana, zuletzt sicherte sich Carlsen 2016 gegen den Russen Sergej Karjakin den WM-Titel im Tiebreak.

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Der Auftritt des Weltmeisters in der elften Partie der Schach-WM ist enttäuschend. Entweder war Carlsen unglaublich schlecht vorbereitet - oder er verfolgte eine zynische Wettkampfstrategie.

Am Ende stünde die Armageddon-Partie

Konkret werden am Mittwoch vier Schnellschach-Partien mit einer Bedenkzeit von 25 Minuten plus 10 Sekunden Zeitgutschrift pro Zug gespielt. Falls danach kein Gewinner feststeht, es also 2:2 steht, folgen bis zu zehn Blitz-Mini-Matches mit fünf Minuten pro Spieler und drei Sekunden Zeitgutschrift pro Zug.

Es werden immer zwei Blitzschach-Partien gespielt, gibt es danach einen Sieger, ist derjenige Weltmeister. Gibt es keinen Sieger, werden erneut zwei Blitz-Matches gespielt, und so weiter. Insgesamt können fünfmal zwei Blitz-Partien gespielt werden.

Falls danach immer noch kein Sieger feststeht, folgt eine Armageddon-Partie, in der Weiß fünf Minuten Bedenkzeit hat, Schwarz allerdings nur vier. Dafür muss Weiß diese finale Partie gewinnen. Erreicht Schwarz mit einer Minute weniger ein Remis, würde auch das zum WM-Titel reichen. Der Preisfonds beträgt eine Million Dollar. Die Verteilung ist 60 Prozent für den Sieger, 40 Prozent für den Verlierer.

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Magnus Carlsen bietet ein Remis an und Fabiano Caruana nimmt das Angebot an. Damit endet auch die zwölfte Partie ohne Sieger - am Mittwoch kommt es dafür zum Showdown.