Rummenigge über Kovac "Ich wollte ihm nicht wehtun"

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erklärt seine Kritik an Trainer Niko Kovac.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Bayern-Chef Rummenigge erklärt seine Kritik an Trainer Kovac. Roger Federer und Rafael Nadal erreichen das Achtelfinale der French Open. Die DFB-Fußballerinnen spielen um WM-Rekordprämie.

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Fußball, FC Bayern: Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat nach eigener Aussage Trainer Niko Kovac mit der lange Zeit fehlenden öffentlichen Rückendeckung nicht verletzen wollen. "Ich wollte ihm nicht wehtun. Ich wollte nur alle auf unser gemeinsames Ziel fokussieren", sagte Rummenigge in einem Interview dem Nachrichtenmagazin Spiegel und bezog sich auf die Phase nach dem 5:0 im Endspurt der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Dortmund. "Ich habe anschließend sehr bewusst öffentlich polarisiert und versucht, durch meine Aussagen einen Kontrapunkt zu setzen. Sowohl der Trainer als auch die Mannschaft sollten begreifen, dass wir noch nichts gewonnen hatten."

Das System FC Bayern basiere auf Erfolg, sagte der 63-Jährige. "Der Erfolg ist Teil unserer Klub-DNA. Diesen Erfolgsdruck haben wir uns selbst auferlegt, und dem muss jeder beim FC Bayern standhalten. Das weiß Niko auch, er war hier bereits als Spieler tätig." Auf die Frage, ob der deutsche Fußball-Rekordmeister definitiv mit Kovac als Trainer in die neue Saison gehe, antwortete Rummenigge: "Ich kenne keinen Verein, der seinen Trainer nach dem Double entlassen hätte." Kovac hat in München einen Vertrag bis zum Sommer 2021.

Tennis, French Open: Rekordsieger Rafael Nadal ist Grand-Slam-Jubilar Roger Federer bei den French Open in das Achtelfinale gefolgt. Der elfmalige Turniersieger von Paris setzte sich am Freitag gegen den Belgier David Goffin mit 6:1, 6:3, 4:6, 6:3 durch und kassierte damit den ersten Satzverlust im Turnier. In den ersten beiden Runden hatte der Tennisprofi aus Spanien die deutschen Qualifikanten Yannick Hanfmann und Yannick Maden bezwungen. Der 37 Jahre alte Federer gewann in seinem 400. Grand-Slam-Match gegen den 17 Jahre jüngeren Norweger Casper Ruud nach 2:11 Stunden 6:3, 6:1, 7:6 (10:8). Federer ist damit der älteste Achtelfinalist in Roland Garros seit 1972.

Fußball, DFB: Sollte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen bei der Weltmeisterschaft in Frankreich den WM-Titel gewinnen, bekäme jede Spielerin eine DFB-Prämie von 75 000 Euro - so viel wie nie zuvor. Die leistungsbezogene Regelung sieht vor, dass der WM-Triumph mit 65 000 Euro honoriert wird, dazu käme ein Bonus von 10 000 Euro für die erfolgreiche Olympia-Qualifikation.

Zum Vergleich: Die Männer hätten für den WM-Gewinn 2018 in Russland pro Spieler 350 000 Euro eingestrichen, gingen nach dem Vorrunden-Aus aber leer aus. Der Viertelfinal-Einzug wäre mit 75 000 Euro belohnt worden, exakt der Summe, die die Frauen nun für den Titel bekämen. Um sich die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio zu sichern, muss das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zu den drei besten europäischen Teams beim WM-Turnier vom 7. Juni bis 7. Juli gehören. Die Olympia-Prämie von 10 000 Euro bekäme der Olympiasieger von Rio de Janeiro 2016 unabhängig von der Endplatzierung. Der Mannschaftsrat um Alexandra Popp und der DFB haben sich darüber hinaus auf folgende Prämien geeinigt: Für WM-Platz zwei bekäme jede Akteurin 40 000 Euro, der dritte Rang wäre 30 000 Euro wert. Platz vier würde mit 25 000, das Viertelfinale mit 10 000 Euro honoriert.

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Im März hatte Ausrüster Adidas zudem angekündigt, dass das Unternehmen bei der Frauen-WM 2019 den von ihnen gesponserten Spielerinnen im Fall des Titelgewinns genau die gleichen Prämien zahlen werde wie ihren männlichen Kollegen. Seit dem ersten WM-Triumph 2003 sind die Prämien für die Frauen deutlich gestiegen, auch wenn sie nicht an die Verdienste der Männer herankommen. Damals bekamen Birgit Prinz und Co. jeweils 15 000 Euro für den Titel, 2007 in China waren es schon 50 000 Euro. Für den Sieg bei der Heim-WM 2011 hatte der DFB 60 000 ausgelobt, in Kanada 2015 wäre jede Spielerin mit 65 000 Euro belohnt worden.

Fußball, Italien: Antonio Conte wird neuer Trainer von Inter Mailand. "Ich bin sicher, dass Antonio Conte einer der besten Trainer da draußen ist", sagte Präsident Steven Zhang. Der Ex-Coach des FC Chelsea und von Juventus Turin soll helfen "diesen Klub wieder zu einem der besten der Welt zu machen". Über die Vertragslaufzeit machte der Verein zunächst keine Angaben. "Ein neues Kapitel in meinem Leben beginnt", sagte der 49-jährige Conte. "Ich bin sehr gespannt. Durch meine Arbeit will ich das Vertrauen zurückzahlen, das der Präsident und die Direktoren in mich setzen."

Conte hatte Juventus zu drei und Chelsea zu einem Meistertitel geführt. Von 2014 bis zur EM 2016 war er italienischer Nationaltrainer. Beim Turnier in Frankreich war sein Team im Elfmeterschießen des Viertelfinales an Deutschland gescheitert. Einen Tag zuvor hatten sich die Lombarden nach zwei Spielzeiten von Coach Luciano Spaletti getrennt. Er hatte mit Inter zweimal Platz vier in der Liga belegt. In der Champions League hatten die Mailänder die Gruppenphase allerdings nicht überstanden und waren in der Europa League in der Runde der letzten 16 ausgeschieden.

NBA, Finale: Die Toronto Raptors um Basketball-Star Kawhi Leonard haben im Finale der nordamerikanischen NBA einen Auftakterfolg gefeiert. Die Kanadier gewannen am Donnerstag das erste Spiel der diesjährigen Finalserie gegen Titelverteidiger Golden State Warriors 118:109 (59:49). Das zweite Spiel in der Best-of-seven-Serie wird am Sonntag ebenfalls in der kanadischen Metropole ausgetragen. Der 27-jährige Leonard erzielte 23 Punkte und holte acht Rebounds. Pascal Siakam war mit 32 Punkten der erfolgreichste Werfer aufseiten der Raptors. Der Topscorer im Spiel war Golden States Superstar Stephen Curry (34 Punkte).

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