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Fußball-WM:De Gea lenkt den Ball ins eigene Tor

Nach einem langen Ball fuhr er 20 Meter vor dem Tor den Arm gegen Portugals Innenverteidiger Pepe aus, der zu Boden sackte. Der Referee ließ weiterspielen - und der Videoschiedsrichter hatte überraschenderweise nichts zu beanstanden. Costa konnte daher drei Verteidiger ausdribbeln und mit einem trockenen Schuss aus vierzehn Metern ins linke Eck zum 1:1 treffen (24.).

Das Tor hatte auf die Spanier eine befreiende Wirkung. Sie monopolisierten den Ball, trieben die Portugiesen immer wieder in große Schwierigkeiten und hatten zwei Mal Pech: der aufsehenerregende Isco jagte den Ball an die Unterkante der Latte (26.). Die Torkamera belegte, dass der Ball die Linie nicht überschritten hatte, als er auf dem Boden aufschlug. Dann traf Iniesta den Ball aus 13 Metern nicht richtig - er sprang knapp am rechten Pfosten vorbei. Von Portugal war nichts zu sehen. Bis Ronaldo in der 44. Minute wieder zuschlug und in Torwart de Gea einen willigen Helfer fand. Der schaufelte Ronaldos 18-Meter-Flachschuss ungelenk ins eigene Tor.

Nach der Pause dauerte es neun Minuten, bis die Spanier durch eine bestens erprobte Standardsituation wieder den Ausgleich erzielten. Nach einem kurz ausgeführten Freistoß chippte Silva den Ball an die Grundlinie, Busquets legte per Kopf zurück - wieder war Costa zur Stelle. Nacho ließ ein spektakuläres Tor folgen. Aus 24 Metern nahm er einen Ball mit rechts volley und feuerte ihn an den linken Innenpfosten, von wo er erst an den rechten Pfosten flog - und dann ins Netz.

Erst danach war der Wille der Portugiesen erkennbar, sich nicht nur dem Spiel gegen den Ball zu widmen. Trainer Fernando Santos wechselte den alten Stürmerhaudegen Quaresma für Mittelfeldspieler Bernardo Silva ein; Hierro antwortete mit der Einwechslung von FC-Bayern-Profi Thiago für Iniesta (70.). Doch die Portugiesen kamen vor 43 866 Zuschauern nicht mehr zu zwingenden Chancen. Kraft der Autorität, die ihnen ihr minutiöses Passspiel verleiht, hielten die Spanier ihre Nachbarn von der iberischen Halbinsel klein. Die Nachricht schien Gewissheit zu erlangen: Spanien bleibt Spanien - egal, wer auf der Bank sitzt. Und egal, was um die Selección herum auch an Chaos geschehen mag. Dann aber kam Ronaldo.

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