FC Bayern Robben-Einsatz gegen den BVB fraglich

Arjen Robbens Einsatz ist noch offen.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Trainer Niko Kovac will spontan entscheiden, ob es für einen Einsatz des Niederländers reicht. Uli Hoeneß kündigt rechtliche Schritte gegen das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" an.

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Niko Kovac, Pressekonferenz: Der Einsatz von Bayern Münchens Altstar Arjen Robben im Bundesliga-Gipfel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Borussia Dortmund ist weiter äußerst fraglich. "Arjen hat es am Donnerstag versucht. Er hat aber immer noch Probleme im Knie. Wir müssen schauen", sagte Trainer Niko Kovac vor dem Abschlusstraining des Rekordmeisters am Freitag. Robben (34) hatte am Mittwoch beim 2:0 in der Champions League gegen AEK Athen wegen einer Knieblockade gefehlt.

Ansonsten seien bis auf die Langzeitverletzten Thiago, Corentin Tolisso und Kingsley Coman "alle bereit", ergänzte Kovac. Auch der zuletzt angeschlagene James ist demnach im Topspiel beim BVB einsatzfähig. Kovac sieht Spitzenreiter Dortmund, der vier Punkte vor den drittplatzierten Bayern liegt, "als Favorit". Der 47-Jährige forderte: "Wir müssen sie jagen!" Für den FC Bayern gehe es "um sehr viel. Wir wollen den Abstand möglichst verkürzen."

Dass die Münchner bei einer Niederlage bereits sieben Punkte Rückstand hätten, darüber wollte sich Kovac "nicht auslassen. Ich denke positiv und gehe davon aus, dass wir das Spiel nicht verlieren. Sieben Punkte wären natürlich viel, ein Punkt wäre wenig", sagte er und baut auf die Erfahrung seiner Stars: "Der FC Bayern ist in solchen Spielen ganz groß. Ich bin überzeugt, dass wir unseren Mann stehen."

FC Bayern, Hoeneß: Münchens Präsident Uli Hoeneß will rechtlich gegen Veröffentlichungen des Magazins Der Spiegel über den Fußball-Bundesligisten FC Bayern vorgehen. Im Interview der "Sächsischen Zeitung" (Freitag) sagte der 66-Jährige auf eine entsprechende Frage: "Ja, sicher". Der Spiegel hatte in der vergangenen Woche über neue Pläne für eine europäische Superliga berichtet, in denen auch der FC Bayern eine Rolle spielt. Hoeneß sagte: "Das war der Wahnsinn. Der 'Spiegel' macht mit einer Geschichte unter der Schlagzeile 'Der Verrat' auf, die überhaupt nicht stimmt."

Der Bayern-Präsident bekräftigte, dass es keinen Plan gegeben habe, aus der Bundesliga auszutreten und an einer Super League teilzunehmen. "Es wurde vor zwei, drei Jahren innerhalb der internationalen Gremien mal darüber diskutiert und auch bei uns im Aufsichtsrat. Dort wurde es einstimmig abgelehnt, damit war die Sache vom Tisch." Hoeneß schließt aus, dass der FC Bayern in den nächsten Jahren Mitglied einer Super League wird: "Da gibt es einen klaren Beschluss, und da wird auch nicht dran gerüttelt." Vergangene Woche hatte der Spiegel berichtet, dass der FC Bayern im Jahr 2016 die Möglichkeiten eines Bundesliga-Ausstiegs rechtlich geprüft habe.

Nagelsmann, TSG Hoffenheim: 1899 Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann sieht die Ansetzung der Fußball-Bundesliga für den Abend vor Heiligabend ganz gelassen. "Meines Wissens haben die meisten Geschäfte am 24. bis zwölf oder zwei Uhr offen. Es gibt sicher die eine oder andere Dame, die im Müller arbeitet und auch gerne zur Familie fliegt", sagte der Coach am Donnerstag in Zuzenhausen. Die Kraichgauer spielen am 23. Dezember um 18.00 Uhr gegen Mainz 05 und bestreiten damit das letzte Liga-Spiel des Jahres. "Ich glaube, so schlecht geht es dem Fußballprofi an sich nicht, der kann auch am 23. mal spielen", sagte Nagelsmann. Für ihn sei es jedoch ärgerlich, dass die TSG den letzten Termin im alten und den ersten Termin im neuen Jahr habe: "Da gehen einem zwei Tage ab, was Pause und Vorbereitung angeht."

Hoeneß' kalkulierte Anti-Arroganz-Aussage

Eine Saison ohne die Meisterschaft? "Dann wird der FC Bayern auch nicht untergehen", widerspricht Uli Hoeneß dem Klubverständnis. Aber selbst die Spieler haben die Taktik hinter der Aussage erkannt. Kommentar von Claudio Catuogno mehr...