Real Madrid:Rüdiger macht Angst

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Real Madrid: "Ich mag es, aggressiv zu spielen": Real-Verteidiger Antonio Rüdiger.

"Ich mag es, aggressiv zu spielen": Real-Verteidiger Antonio Rüdiger.

(Foto: Juan Medina /Reuters)

Beim Champions-League-Duell zwischen Real Madrid und RB Leipzig kommt es zu einem Wiedersehen der früheren Chelsea- und Stuttgart-Kollegen Antonio Rüdiger und Timo Werner.

Von Javier Cáceres, Madrid

In Madrid sind die Anhänger von Real Madrid überaus froh, dass sie nun den deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger, 29, in ihren Reihen haben. Nicht nur wegen seiner Torgefährlichkeit, die er am Wochenende beim 4:1 gegen Real Mallorca unter Beweis stellte. Sondern weil sie einen Verteidiger von solch einschüchternder Physis wie Rüdiger schon lange nicht mehr im Sortiment hatten. Im Grunde seit den Tagen von Goyo Benito nicht mehr, rund 50 Jahre sind sie her.

"Por favor, Señor Benito", flehte ein Stürmer mit dem tollen Kampfnamen Biri Biri (FC Sevilla) den Verteidiger aus Madrid mal an: "Nicht mehr schlagen!" So weit ist es bei m Nationalverteidiger Rüdiger lange nicht. Aber eine abschreckende Aura hat Rüdiger schon. "Er macht Angst", hat Neymar (Paris Saint-Germain) dieser Tage gesagt, und als er am Dienstag, dem Vorabend der Champions-League-Partie gegen RB Leipzig, darauf angesprochen wurde, musste Rüdiger lachen. "Ich weiß nicht, ob ich jemandem Angst mache", rätselte er. "Ich mag es, aggressiv zu spielen. Aber aggressiv-fair!"

Rüdiger kam im Sommer zu Real Madrid, allmählich spielt er sich ins Team. Zuvor hatte er beim FC Chelsea gespielt - zusammen mit dem Leipzig-Rückkehrer Timo Werner. Anders als Werner war Rüdiger eine tragende Säule der Chelsea-Mannschaft, die 2021 unter Thomas Tuchel gegen Manchester City die Champions League holte. Nun sehen sich Rüdiger und Werner also wieder, sie kennen einander auch vom VfB Stuttgart. "Natürlich freut man sich", sagte Rüdiger. "Aber auf dem Platz wird er nicht mein Freund sein. Ich werde alles dafür tun, ihn still zu halten."

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