Eklat im deutschen Olympiateam:Rassismus bleibt Rassismus

Eklat im deutschen Olympiateam: Schattenseiten des Spitzensports: Viele Athletinnen und Athleten haben in den vergangenen Jahren verschärft berichtet, mit welch unwürdigen Bedingungen sie im Alltag konfrontiert sind.

Schattenseiten des Spitzensports: Viele Athletinnen und Athleten haben in den vergangenen Jahren verschärft berichtet, mit welch unwürdigen Bedingungen sie im Alltag konfrontiert sind.

(Foto: Jeff Pachoud/AFP)

Wer andere Athleten als Kameltreiber bezeichnet wie der deutsche Rad-Sportdirektor bei Olympia, disqualifiziert sich für ein Amt im Sport. Der Ausfall lenkt auch den Blick auf tief wurzelnde Missstände im System.

Kommentar von Johannes Knuth

Schwer zu sagen, was einen jetzt fassungsloser macht: der Rassismus oder die Reaktion darauf. "Hol die Kameltreiber!" Und noch einmal: "Hol die Kameltreiber! Komm!" Das hat Patrick Moster, der Sportdirektor im Bund Deutscher Radfahrer, im olympischen Zeitfahren als probates Stilmittel erachtet, um seinen Fahrer Nikias Arndt auf die voranfahrende Konkurrenz aus Algerien und Eritrea einzuschwören.

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