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Olympia:Ski-Freestylerin holt erstes Gold für Weißrussland

Freestyle Skiing - Winter Olympics Day 7

Überraschende Siegerin des Freestyle-Wettbewerbs: Hanna Huskowa aus Weißrussland.

(Foto: Getty Images)

Ski Freestyle: Ski-Freestylerin Hanna Huskowa hat bei den Olympischen Winterspielen überraschend im Sprung-Wettbewerb triumphiert und Weißrussland die erste Medaille in Pyeongchang verschafft. Die 25-Jährige gewann das Aerials-Finale mit 96,14 Punkten vor den beiden Chinesinnen Zhang Xin (95,52) und Kong Fanyu (70,14). Huskowa, Zweite im Gesamtweltcup, holte ihre erste Medaille bei einem Großevent. Dagegen scheiterte Topfavoritin Xu Mengtao bereits im zweiten von drei Finaldurchgängen. Die Chinesin, vor vier Jahren Silbermedaillengewinnerin in Sotschi und Weltmeisterin von 2013, verpatzte die Landung. Eine deutsche Teilnehmerin war bei dem Wettbewerb nicht dabei.

Langlauf: Der Schweizer Dario Cologna hat sich Gold über die 15 Kilometer in der freien Technik gesichert und damit als erster Langläufer überhaupt dreimal in Serie auf der gleichen Strecke bei den Olympischen Spielen gewonnen. Bei dem Wettbewerb distanzierte der 31-Jährige am Freitag in Pyeongchang seine Konkurrenz um mehr als 18 Sekunden und holte sich damit seine insgesamt vierte olympische Goldmedaille. Auch 2010 in Vancouver (freie Technik) und 2014 in Sotschi (klassische Technik) hatte sich Cologna über 15 Kilometer durchgesetzt. Silber ging an den Norweger Simen Krüger vor Denis Spizow, der als olympischer Athlet aus Russland Bronze gewann.

Ohne Chance auf einen Platz unter den besten Zehn blieben die deutschen Langläufer. Lucas Bögl lag in den Zwischenzeiten teilweise auf Kurs und schaffte am Ende einen ordentlichen 15. Rang. Die weiteren deutschen Starter Andreas Katz und Sebastian Eisenlauer hatten jenseits der Top 20 mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Das Langlauf-Team hofft nun bei den beiden Staffeln am Samstag und Sonntag auf eine Überraschungsmedaille.

Biathlon: Die beiden Biathlon-Einzelrennen in Pyeongchang haben der ARD am Donnerstag olympische TV-Topquoten beschert. Laura Dahlmeiers Lauf zu Bronze am Morgen über 15 km verfolgten im Schnitt 4,58 Millionen Zuschauer, dies entsprach einem Tageshöchstwert beim Marktanteil von 47,4 Prozent. Das Männerrennen über 20 km sahen sogar 5,72 Millionen Fans (42,7).Beim nicht live ausgestrahlten Triumph der Eiskunstläufer Aljona Savchenko/Bruno Massot im Paarlauf waren 1,32 Millionen Zuschauer zugeschaltet (24,6 Prozent), die zweite Wiederholung am Nachmittag kam auf 3,21 Millionen (21,3).Hohe Einschaltquoten erzielten zudem der 10.000-m-Eisschnelllauf der Männer mit 5,37 Millionen (38,6), der Sieg der deutschen Rodler im Teamwettbewerb mit 4,99 Millionen (36,2) und die Entscheidung im Snowboardcross der Männer mit 3,88 Millionen Zuschauern (28,0).

Skeleton: Lokalmatador Yun Sung Bin (Südkorea) hat bei den Winterspielen von Pyeongchang Gold im Skeleton gewonnen. Auf seiner Heimbahn triumphierte der Gesamtweltcupsieger mit 1,63 Sekunden Vorsprung vor Nikita Tregubow (Olympische Athleten aus Russland) und Dominic Parsons (Großbritannien/+1,65).Medaillenhoffnung Axel Jungk (Oberbärenburg) ging leer aus. Der Vizeweltmeister musste sich nach vier Läufen mit dem siebten Platz begnügen. Direkt dahinter landeten Christopher Grotheer (Oberhof) und Alexander Gassner (Winterberg) auf den Rängen acht und neun.

Rodeln: Bei der Doping-Kontrolle von Natalie Geisenberger nach ihrem Olympiasieg im Rodel-Einzel hat es Probleme gegeben. Eine der beiden Probenflaschen konnte nach dem Wettkampf am Dienstag nicht ordnungsgemäß geschlossen werden, berichtete die ARD am Donnerstag. "Wir haben den Hinweis von der Athletin erhalten", sagte Ulrike Spitz, Sprecherin des Deutschen Olympischen Sportbundes. Der DOSB habe das Internationale Olympische Komitee über den Vorfall informiert."Ich hatte ein paar Probleme. Eine der Flaschen ließ sich schließen, die andere nicht", berichtete Geisenberger dem ARD-Hörfunk, wie aus dem Beitrag zu entnehmen war. "Das hat sich sehr gezogen."

Der Sportdirektor des Bob- und Schlitten-Verbandes Deutschland, Thomas Schwab, bestätigte der ARD die Schwierigkeiten bei der Wettkampfkontrolle: "Die Abgabe war etwas holprig. Das Personal war wohl nicht so geschult." Bei den Probenflaschen handelt es sich um die Behältnisse, die bei den Sommerspielen 2016 in Rio verwendet wurden. Diese müssen auch bei den Winterspielen in Pyeongchang genutzt werden, weil ein neueres Modell sich als nicht manipulationssicher erwiesen hat und aus dem Verkehr gezogen wurde.Bei den Winterspielen in Sotschi 2014 waren Probenbehälter illegal vom russischen Geheimdienst FSB geöffnet worden, um positive Proben von eigenen Athleten auszutauschen.

© SZ.de/dpa/sid/vit
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