bedeckt München 21°

Möglicher Transfer von Javi Martínez:Heynckes' Transferoffensive

Bayern-Coach Jupp Heynckes forciert offenbar den Transfer von Javi Martínez zum Rekordmeister. Die Ablösesumme des Akteurs von Athletic Bilbao ist allerdings auf 40 Millionen Euro festgeschrieben. Wechselt Martínez tatsächlich, dürfte sich ein Dominoeffekt einstellen.

Javier Cáceres

Seit seiner Ankunft auf polnischem Boden muss sich Javi Martínez von Athletic Bilbao vor allem einer Frage erwehren: "Lernst du schon Deutsch?" Auf diese Weise versuchen spanische Reporter eine Frage zu umgehen, die Martínez selbst sich verbeten hat: die Frage nach seiner beruflichen Zukunft. Seit Wochen kursieren Spekulationen, wonach er sich möglicherweise nach München verändert.

Spain vs Ireland

Spaniens Javi Martínez: Will sich erst nach der EM zu einem möglichen Wechsel äußern.

(Foto: dpa)

Am Freitag meldete die Zeitung As, Javi Martínez habe sich entschieden, für ein Jahresnettogehalt von sieben Millionen Euro zum FC Bayern zu gehen. Nun feilsche der Bundesligist, um die vertraglich festgeschriebene Ablösesumme von 40 Millionen Euro zu drücken. Spielerberater Antonio Sanz indes sagte am Freitag zur SZ: "Das ist völlig falsch. Wir haben nicht mal angefangen, mit dem FC Bayern zu reden." Das Interesse dementierte er nicht.

Javi Martínez, 23, ist zu einem der attraktivsten Spieler eines weitgehend toten Marktes geworden. Der 1,90 Meter große Defensivspezialist mit Tordrang ist auch in den Blick des FC Barcelona geraten, dessen Sportdirektor Andoni Zubizarreta vor ein paar Jahren in gleicher Funktion bei Athletic tätig war; geraunt wird zudem über Anfragen englischer Erstligisten, darunter Manchester United.

Auch Trainer José Mourinho soll ihn für Real Madrid ins Auge gefasst haben. Die baskische Zeitung Deia versicherte ihren Lesern, dass sich Jupp Heynckes, aktueller Bayern-Coach und ehemaliger Erfolgstrainer von Athletic (1992 -1994 sowie 2000 - 2003), bei seinem früheren Spieler Josu Urrutia gemeldet habe - er ist heute Präsident bei Bilbao.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite