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RB-Sieg gegen Hoffenheim:Nagelsmann war zuvor im Hoffenheimer Mannschaftshotel

Dass die beiden einander weiterhin schätzen, durfte schon am Vorabend der Partie als belegt gelten. Nagelsmann suchte das Hoffenheimer Mannschaftshotel auf, um alte Freunde und Weggefährten zu treffen - allen voran Schreuder. Am Samstag zeigte die Stadionuhr noch nicht einmal 15:31 Uhr an, als die Leipziger durch Regisseur Emil Forsberg die erste von zahlreichen Großchancen vergaben. Die ganze erste halbe Stunde gehörte den Leipzigern, doch abgesehen von dem frühen Führungstreffer durch Werner obsiegte Hoffenheims Torwart Oliver Baumann bei nahezu allen Duellen. Es scheiterten Werner, Upamecano, Forsberg.

Das hielt die Hoffenheimer nicht nur im Spiel, es erinnerte sie daran, dass ihr Trainer Schreuder sie vor der Partie ermahnt hatte, auch nach Rückschlägen noch Mut zu zeigen, nach vorn zu spielen, den Ball laufen zu lassen. Die beste Chance für die TSG aber ergab sich aus einer Unachtsamkeit von Leipzigs Torwart Peter Gulacsi. Einen Pass des Keepers fing Kaderabek ab; seinen Pass setzte Geiger an den Pfosten (39.). Zuvor hatte Bicakcic nach einer Ecke den Ball aus fünf Metern nur knapp neben das Tor gesetzt.

"Nach der Führung haben wir nicht mehr gut verteidigt und hatten nicht mehr die Emotionalität im Anlaufen. Beim Pfostenschuss hatten wir Glück, das muss eigentlich das 1:1 sein", sagte Nagelsmann. Doch es begab sich, dass Werner kurz nach der Pause einen Strafstoß erzwang, den er selbst verwandelte, um seine bisherige Saisonbilanz auf 15 Bundesligatreffer zu schrauben - allein in den letzten fünf Spielen wernerte es neun Mal.

Emil Forsberg und der eingewechselte Christopher Nkunku zielten bei sehenswerten Aktionen jeweils knapp am rechten oberen Winkel des Hoffenheimer Tores vorbei. Doch das war den Leipzigern am Ende wegen ihres dritten Treffers ähnlich egal wie der Umstand, dass man durch den spät herbeigeführten 2:1-Sieg der Mönchengladbacher den möglichen Sprung an die Tabellenspitze verpasste. "Ich werde trotzdem gut schlafen können", sagte Manager Krösche - zumal die Woche nicht viel Zeit lässt, dem Spieltag nachzuhängen. In der Champions League steht die Reise zu Olympique Lyon an - und dort will Leipzig am Dienstag am letzten Spieltag der Vorrundengruppe G die Tabellenführung sichern. Und sich damit eine gute Ausgangsposition für die folgende Achtelfinalrunde sichern.

© SZ vom 08.12.2019/jbe
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