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Bundesliga:Leverkusen viel zu schematisch

Denn mit einem Mal war Rhythmus spürbar. Erst hätte ein Konter über Timo Werner, der Leverkusens Innenverteidiger Jonathan Tah mit Rhythmuswechseln aus der Balance brachte, fast zum 2:0 geführt. Kevin Kampl, früherer Leverkusener und am Sonntag Kapitän der Leipziger, schoss aber nur ans Außennetz (31.). In der 35. Minute setzte sich dann Kai Havertz auf der linken Angriffsseite durch, schoss den Ball aber mit dem Außenrist über das Gehäuse der Leipziger.

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Nach der Halbzeitpause brachte Herrlich den Jamaikaner Leon Bailey, um seinen Team zu größerer Tiefe und Schnelligkeit zu verhelfen. Abwehrspieler Tin Jedvaj musste weichen; Herrlich stellte von einer Dreier- auf eine Viererkette um. Doch RB nahm die Fanale der Leverkusener mit der Ruhe hin, die vier Bundesligaspiele in Serie ohne Gegentor verleihen.

Die Leipziger überließen ihren Gästen den Ball, doch die Minuten verstrichen, ohne dass die Leverkusener zu Chancen gekommen wären. Deren viel zu schematisch vorgetragenen Angriffe prallten an der kompakten Defensivformation der Leipziger ab wie Regentropfen an einer frisch gewachsten Jacke.

Bar jeder Idee versuchten es die Leverkusener verstärkt mit langen und hohen Bällen in die Spitze, die aber immer wieder von den Hünen der Leipziger Innenverteidigung zurückgeköpfelt wurden. "Wir hatten einen schlechten Spielaufbau, keine Struktur im Spiel nach vorn. Wir haben auch keine Torgefahr entwickelt", musste Coach Herrlich feststellen. Nachdem Leverkusens defensiver Mittelfeldmann Charles Aránguiz durch Dominik Kohr ersetzt wurde, schlug Leipzig zu. Nach einem Einwurf landete der Ball über Marcel Sabitzer bei Lukas Klostermann, der zum 2:0 traf (68.). Herrlich brachte noch den argentinischen Stürmer Lucas Alario (75.

). Doch erst nachdem wenig später Leipzigs Werner einen Konter zum möglichen 3:0 vergeben hatte und es nach menschlichem Ermessen zu spät war, drängten die Leverkusener mit Verve auf ein Tor. Erst scheiterte Bailey mit einem Freistoß aus 20 Metern am sensationell reagierenden RB-Torwart Gulacsi, dann taten es ihm Alario und Julian Brandt nach. Es war schließlich Poulsen, der mit seinem zweiten Treffer der Partie den 3:0-Endstand herstellte. Und die Fragezeichen bei den Leverkusenern nach dem schlechtesten Saisonstart seit 31 Jahren größer werden ließ.

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