Joggen:"Laufen gibt einem immer mehr zurück, als man reinsteckt"

Lesezeit: 5 min

Laufen Interview Sport

"Es war das Laufen, das mir dieses Gefühl von Furchtlosigkeit und Ermächtigung gegeben hat", sagt Marathon-Pionierin Kathrine Switzer.

(Foto: Gemilang Sinuyudhan Unsplash)

Als Kathrine Switzer 1967 ihren ersten Marathon lief, war das für Frauen offiziell noch verboten. Heute ist sie 73 und sagt: Laufen machte sie furchtlos. Ein Gespräch übers Anfangen und Motiviert-bleiben.

Interview von Lukas Brems

Der April ist für Kathrine Switzer in der Regel eine ereignisreiche Zeit. Die 73-Jährige kommentiert dann meist jenes Rennen, das sie 1967 nachhaltig prägte. Sie absolvierte in Boston als erste Frau offiziell einen Marathon, was damals noch verboten war; das Foto, auf dem ihr ein Renndirektor die Startnummer vom Oberteil reißen will, wurde zum Symbol im Kampf um Gleichberechtigung. Seither setzt Switzer sich für die Rechte von Frauen ein, 2015 gründete sie die Stiftung "261 Fearless", in Anlehnung an die Startnummer bei ihrem Marathon 1967 in Boston. Da der Lauf wegen der Corona-Pandemie zuletzt in den Herbst verschoben wurde, erreicht man Switzer derzeit in ihrer zweiten Heimat: in Wellington, wo sie mit ihrem Mann lebt und gerade, klar, vom Laufen kommt.

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