Bundesliga:Ekkelenkamp führt Hertha zum 2:1-Sieg

Hertha BSC v SpVgg Greuther Fürth - Bundesliga

Jurgen Ekkelenkamp darf jubeln: Bereits kurz nach seiner Einwechslung erzielt er beim Bundesliga-Debut den Ausgleich.

(Foto: Thomas Eisenhuth/Getty Images)

Der niederländische Neuzugang erzielt bereits in der zweiten Minute nach seiner Einwechslung den Ausgleich gegen Aufsteiger Fürth.

Bundesliga-Debütant Jurgen Ekkelenkamp hat Hertha BSC zum 2:1-Sieg gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth geführt. Die Blau-Weißen sichern sich damit einen Platz im Tabellenmittelfeld. Fürth bleibt nach der vierten Saisonniederlage mit einem Punkt Schlusslicht.

Ekkelenkamp (61.) erzielte nur 87 Sekunden nach seiner Einwechslung den Ausgleich und störte Maximilian Bauer (79., Eigentor) dann beim Führungstor entscheidend. Zuvor war Fürth durch Branimir Hrgota (57., Foulelfmeter) in Führung gegangen. Der Neuzugang sei ein "exzellenter Fußballer, ich habe von Beginn an gesagt, dass wir an ihm viel Freude haben werden", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai bei DAZN: "Das hier war jetzt der erste Teil."

Hertha war vor knapp 21 400 Zuschauern zu Beginn um den aktiven Part bemüht, tat sich in der Spielgestaltung aber sichtlich schwer. Viel lief über die Zentrale um Ballverteiler Kevin-Prince Boateng und den offensiver eingestellten Suat Serdar. Das frühe Pressing der Fürther zeigte jedoch Wirkung, Anspielstationen fehlten. Dardais Team hatte Abstimmungsprobleme, verlor die Bälle früh und ermöglichte dem Aufsteiger eigene Offensivaktionen.

Das Team von Trainer Stefan Leitl war zunächst die bessere Mannschaft. Große Chancen fehlten aber auch bei Fürth. Eine solche bot sich Serdar: Der 24-Jährige wurde von Ishak Belfodil gut in Szene gesetzt. Beim Abschluss aus rund 16 Metern zielte Serdar aber knapp daneben (16.).

Kapitän Boyata wird verletzt

Die Aktion gab den Berlinern dennoch Aufwind. Hertha fand kurzzeitig mehr Passsicherheit. Für einen schnellen Bruch im Berliner Aufschwung sorgte aber die Verletzung von Kapitän Dedryck Boyata (27.). Der Innenverteidiger humpelte vom Platz und vergrößerte die vorhandenen Personalprobleme in der Defensive. Der 17-jährige Linus Gechter musste einspringen.

Fürth versteckte sich nicht und agierte über weite Phasen der ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Ernsthaft gefordert wurde Hertha-Torhüter Alexander Schwolow aber nicht.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst kaum etwas. Hertha fehlte die Struktur im Spiel, Standards verpufften. Auch die Fürther machten wenig aus ihrem Ballbesitz, konnten sich aber bei Deyovaisio Zeefuik bedanken, der Jeremy Dudziak unachtsam im Strafraum zu Fall brachte. Hrgota gab sich keine Blöße und traf zur Führung.

Dardai reagierte, wechselte unter anderem Neuzugang Ekkelenkamp ein - und traf ins Schwarze. Der in der Jugendakademie von Ajax Amsterdam ausgebildete 21-Jährige hauchte Hertha in weniger als zwei Minuten mit einem Kopfball nach einer Ecke neues Leben ein. Hertha war zurück im Spiel, drängte auf die Führung und siegte.

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