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Hamburger SV:"Wenn es Markus nicht packt, ist der HSV vielleicht unheilbar"

Nachdem also auch der zweite Trainer das außergewöhnliche Talent Halilovic noch nicht für reif befindet, ist auch Beiersdorfer zurückgerudert. Jetzt sagte er vor Journalisten, Halilovic sei kein fertiger Spieler, sonst hätte man ihn nicht verpflichten können: "Es war richtig, dass Markus den Druck aus dem Thema und von Alens Schultern genommen hat." Labbadia ist Beiersdorfer nicht so zur Seite gesprungen. Die fünf Millionen Euro wären für bessere Defensivkräfte erst einmal sinnvoller angelegt gewesen; da wurde wohl der zweite Schritt vor dem ersten gemacht. Gleichwohl könnte Halilovic am Freitag erstmals in der Startelf stehen. Denn Gisdol sieht sich auch als Entwickler von Talenten. In Hoffenheim hat er das mit Volland, Firmino, Süle oder Toljan nachgewiesen.

Unterdessen gab es erste Diskussionen über Gisdols Training. Das sei deutlich kürzer als unter Labbadia, grantelten die Kiebitze. Nun hat der Fußballlehrer begründet, warum das so ist. Um die Profis "an die neue Spielidee heranzuführen", könne er nicht zwei Stunden hochintensiv trainieren; das erreiche er besser über gezielte Übungen, die weniger lange dauern. Vor dem Frankfurt-Spiel lässt er die Profis zu Hause schlafen, das Training wurde in den Abend verlegt wegen des Bio-Rhythmus.

Wieder einmal versucht ein Trainer mit vielen kleinen Neuerungen, die Strukturen beim HSV aufzubrechen. Thorsten Fink, Bert van Marwijk, Mirko Slomka, Joe Zinnbauer und Bruno Labbadia sind in den vergangenen sechs Jahren daran gescheitert. "Wenn es Markus nicht packt, ist der HSV vielleicht ein unheilbarer Klub", sagt Helmut Groß, Gisdols alter Förderer aus seiner Heimat Geislingen, der auch Mentor von Ralf Rangnick war und ist. Aber Gisdol hat schon vorgesorgt. Er hat für das Projekt HSV erst einmal nur einen Neunmonatsvertrag unterschrieben. Klappt es auch mit ihm nicht, hat Dietmar Beiersdorfer das größte Problem.

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