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Fußball:Olympia ohne Müller - aber mit Hummels und Kruse?

Mats Hummels und Thomas Müller

Mats Hummels (l) und Thomas Müller - sie spielen bei Joachim Löw keine Roll mehr.

(Foto: dpa)

Der Dortmunder und der Berliner könnten noch einmal für den DFB auflaufen. Der FCN verliert auch gegen Regensburg. Ein früherer Schalker wechselt aus der Premier League nach Köln.

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Olympia, Fußball: Die Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokio finden definitiv ohne den ehemaligen Weltmeister Thomas Müller statt. Der 31 Jahre alte Profi des FC Bayern München steht nach dpa-Informationen nicht auf der entsprechenden Olympia-Liste der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). Auf dieser müsste sich Müller aber schon zum Jahresstart befinden, um bei den Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) dabei sein zu dürfen. Am Mittwochabend hatte der Offensivspieler des deutschen Rekordmeisters mit Mats Hummels, Max Kruse und Christoph Kramer auf der Audio-App Clubhouse über das Thema gesprochen.

BVB-Profi Hummels und Union-Berlin-Stürmer Kruse (beide 32) stehen demnach auf der Liste und können noch auf einen Einsatz beim olympischen Fußballturnier hoffen. Für die Nominierung der Kader können die Trainer jeweils drei Spieler berufen, die früher als 1997 geboren wurden. Bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro, als Deutschland Silber gewann, hatte der damalige Coach Horst Hrubesch Stürmer Nils Petersen sowie die Bender-Zwillinge Lars und Sven als ältere Spieler in sein Team berufen.

Fußball, 2. Liga: Altmeister 1. FC Nürnberg rutscht immer tiefer in die Krise. Die Franken blieben beim 0:1 (0:0) gegen den Rivalen Jahn Regensburg auch im fünften Spiel seit dem Jahreswechsel sieglos und liegen nach ihrer dritten Pleite in Folge weiter nur vier Punkte vor der Gefahrenzone. Die Gäste hingegen setzten sich durch ihren zweiten Auswärtserfolg der Saison nach dem entscheidenden Treffer durch Andreas Albers (87.) vorläufig aus den unteren Tabellenregionen ab. "Wir sind enttäuscht. Uns war klar, dass wir Regensburg nicht aus dem Stadion schießen können, denn man merkt, dass es momentan nicht gut für uns läuft, aber wir müssen das mit einer anderen Art Fußball kompensieren und einen Punch entwickeln", kommentierte FCN-Trainer Robert Klauß den neuerlichen Nackenschlag nur drei Tage nach der 2:5-Heimpleite gegen Hannover 96.

Die Begegnung spiegelte im ersten Durchgang die Probleme beider Mannschaft über weite Strecken wider. Nürnberg konnte ebenso wenig gefährliche Situationen am und im gegnerischen Strafraum heraufbeschwören wie der Jahn. Torchancen blieben entsprechend Mangelware. Nach dem Seitenwechsel bot sich bei immer stärkerem Schneefall zunächst das gleiche Bild. Nürnberg bemühte sich zwar engagierter um Zug zum Regensburger Tor, doch wandelten die Platzherren ihre wachsenden Spielanteile weiterhin kaum in nennenswerte Möglichkeiten um. Auch Regensburgs Spielaufbau blieb überwiegend Stückwerk. Mehr harmlose Entlastungsangriffe brachten die Oberpfälzer denn auch nicht zuwege. Umso glücklicher fiel kurz vor Ende der regulären Spielzeit das Siegtor für die Gäste.

Fußball, Bundesliga: Der 1. FC Köln setzt im Abstiegskampf auf prominente Verstärkung. Der Tabellen-16. verpflichtete am Mittwoch den früheren Nationalspieler Max Meyer (25) zunächst bis zum Saisonende - und das offensichtlich zum Schnäppchentarif. "Der Wechsel wurde nur möglich, weil Max uns in finanzieller Hinsicht extrem entgegengekommen ist. Er kann im Mittelfeld auf mehreren Positionen zum Einsatz kommen, ist spielintelligent, sehr ballsicher und sucht selbst gerne den Abschluss", wurde FC-Geschäftsführer Horst Heldt auf der Klub-Homepage zitiert.

Meyer hatte seinen Vertrag beim Londoner Premier-League-Klub Crystal Palace zuletzt aufgelöst, zuvor war er in die zweite Mannschaft versetzt worden. Der frühere Schalker ist somit ablösefrei. Meyer könnte schon am Sonntag gegen Arminia Bielefeld (15.30 Uhr/Sky) zum Einsatz kommen. Meyer ist der zweite Kölner Winterzugang. Der FC hatte zuvor Stürmer Emmanuel Dennis (23) auf Leihbasis vom belgischen Meister FC Brügge verpflichtet. "Für mich war die Perspektive entscheidend, spielen zu können", so Meyer: "Ich will die Chance beim FC nutzen, um mich auf Top-Niveau zu präsentieren, und dabei mithelfen, dass der Klub die Klasse hält."

Fußball, Premier League: Der norwegische Fußballer Martin Ödegaard wechselt auf Leihbasis zum FC Arsenal. Wie die Gunners am Mittwoch mitteilten, kommt der Offensivspieler bis zum Saisonende von Real Madrid. Bei den Königlichen kam der 22-Jährige in dieser Spielzeit bislang nur siebenmal in der Liga zum Einsatz. Ödegaard hatte bereits als 15-Jähriger in der ersten Liga in seiner Heimat bei Strömsgodset IF debütiert. Im Januar 2015 verpflichtete Real den norwegischen Nationalspieler, dem der Durchbruch in Madrid bislang nicht gelang. Über Leihgeschäfte sammelte Ödegaard bereits in den vergangenen Jahren beim SC Heerenveen, Vitesse Arnheim und Real Sociedad aus San Sebastian Spielpraxis.

© SZ.de/dpa/sid/jbe
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