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Fußball-Bundesliga:Endlich wieder Spielfreude

Bundesliga Müller mutiert nach 999 Minuten zum Herkules Bilder
FC Bayern in der Einzelkritik

Müller mutiert nach 999 Minuten zum Herkules

Der Bayern-Stürmer trifft endlich wieder in der Bundesliga. Thiago spielt wie Vidal, Neuer wird für seine Anwesenheit bezahlt. Der FC Bayern in der Einzelkritik.

Endlich wieder Spielfreude

Dass sich die Mannschaft mit einem klar offensiv agierenden Spieler wohler fühlt, war gegen die kriselnden Wolfsburger rasch zu erkennen. Wesentlich variabler und weniger leicht ausrechenbar wirkten die Münchner auch diesmal im Vergleich zu ihrer zwischenzeitlichen Formdelle. Die Kombinationen gerieten flüssiger, die Aktionen für die Offensivkräfte weniger aufreibend, und insgesamt war eine große Spielfreude zu beobachten.

Viele Chancen sprangen dabei heraus, was weniger mit den grundsätzlichen Wolfsburger Problemen zu tun gehabt haben dürfte als vielmehr mit den zusätzlichen Optionen der Münchner Offensivabteilung durch Müller als Zehner hinter Lewandowski. "Wir sind die letzten Male gut gefahren mit einer hängenden Spitze", erinnerte sich Kapitän Philipp Lahm besonders an Mainz. "Wir tun uns damit in der Offensive etwas leichter", ergänzte er, und auch wenn man beide Systeme spielen könne - "aktuell passt es so vielleicht etwas besser."

Auch bei Lahms Kollegen war viel Lob für die neue Formation zu vernehmen. Besonders Robben sprach sich klar für eine Fortsetzung aus, zumal die Mannschaft in den Vorjahren ähnlich gespielt habe. Die jüngsten drei Spiele in dieser Anordnung seien "sehr gut" gewesen, Müller habe "heute und gegen Mainz auf seiner besten Position gespielt". Der Niederländer findet, "die kleine taktische Umstellung" habe zu den jüngsten Erfolgen beigetragen, und übergeordnet könne er sagen: "Dieses System ist besser, aber der Trainer muss entscheiden."

Eine Wahl bleibt Ancelotti bei dieser klaren Empfehlung und den weiteren positiven Stimmen aus der Mannschaft allerdings vorerst kaum. Zumal auch Rummenigge feststellte: "Wir haben jetzt wieder die Stabilität, die wir brauchen."