FC Bayern Boateng widerspricht Rummenigges Kritik

"Jerome muss mal wieder back to earth kommen", äußerte sich Karl-Heinz Rummenigge nach der Niederlage in Rostow. Boateng konterte nun öffentlich.

(Foto: dpa)

Seine schlechte Leistung liege keinesfalls an "irgendwelchen PR- oder Lifestyle-Terminen". Gegen Bayer Leverkusen ist der Innenverteidiger fraglich. Das Derby in Magdeburg wird doch vor Zuschauern ausgetragen.

FC Bayern, Jérôme Boateng: Jérôme Boateng hat die Kritik von Bayern Münchens Klubboss Karl-Heinz Rummenigge an seinem Lebensstil zurückgewiesen, seine individuellen Fehler in der Champions-League-Pleite bei FK Rostow (2:3) aber eingestanden. "Die Kritik an unserer und auch an meiner Leistung ist berechtigt. Ich habe nicht gut gespielt", sagte der Innenverteidiger der Bild-Zeitung: "Ich bin noch nicht wieder bei 100 Prozent. Der Grund dafür sind aber nicht irgendwelche PR- oder Lifestyle-Termine." Der 28-Jährige beteuerte seine Professionalität: "Wer mich kennt, weiß, dass ich immer alles tue, um in Top-Form zu sein. Jetzt bin ich erstmal froh, dass die Verletzung nicht schlimm ist, und ich vielleicht sogar am Samstag spielen kann."

Nach der zweiten Pflichtspiel-Niederlage in Folge treffen die Bayern am Samstag (18.30 Uhr im SZ-Liveticker) auf Bayer Leverkusen. Boateng brach am Freitag das Training ab. "Er hat sich nicht gut gefühlt und hat ein Problem gespürt, wir wollten kein Risiko eingehen", sagte Ancelotti. Ob der Abwehrchef spielen kann, werde sich erst am Samstag entscheiden. Sicher verzichten muss der Italiener auf Kingsley Coman und Julian Green. Manuel Neuer und Arjen Robben stehen nach Angaben von Trainer Carlo Ancelotti gegen Bayer ebenso wieder zur Verfügung wie Arturo Vidal und Javi Martínez.

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3. Liga, Magdeburg: Das Derby in der 3. Fußball-Liga zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC wird nun doch mit Fans im Stadion stattfinden. Das Bauordnungsamt der Stadt Magdeburg stimmte dem Maßnahmenkatalog des 1. FC Magdeburg zu, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtete. Somit ist der am Donnerstag wegen Sicherheitsbedenken verkündete Ausschluss der Öffentlichkeit wieder vom Tisch. Bisher wurden rund 19 000 Tickets verkauft. "Wir haben heute gemeinsam mit unseren Fans Maßnahmen erarbeitet, um unsere Spiele auch zukünftig in unserem Stadion auszutragen", sagte FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik nach dem Treffen der Vereinsspitze mit Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper und Vertretern der Fan-Szenen. Alle seien aufeinander zugegangen, sagte Kallnik.

Am Donnerstag hatte der 1. FC Magdeburg angekündigt, dass das Spiel am Samstag (14.00 Uhr) aus Sicherheitsbedenken vor leeren Rängen angepfiffen wird. Grund war eine Nutzungsuntersagungsverfügung durch die Stadt Magdeburg als Stadioneigentümerin. Darin wird der Aufenthalt von Zuschauern in den Blöcken auf den Stadiontribünen untersagt. Beim Heimspiel gegen Hansa Rostock Anfang November hatten Messungen ergeben, dass die von hüpfenden Fans ausgelösten Schwingungen über der sogenannten Panikgrenze liegen, ab der ein subjektives Gefühl der Unsicherheit erzeugt wird.

DFB-Team, Weltrangliste: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist in der Weltrangliste der Fifa im November auf Platz drei abgerutscht. Brasilien überholte das Team von Bundestrainer Joachim Löw nach souveränen Leistungen in der WM-Qualifikation, wie der Fußball-Weltverband mitteilte. Das DFB-Team verlor nach seinem 8:0-Kantersieg gegen San Marino und dem 0:0 gegen Italien 32 Punkte und hat jetzt 1433 Zähler. Die Seleção legte um 134 auf 1544 Punkte zu.

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Auf Rang eins steht weiterhin die argentinische Mannschaft (1634). Vierter ist Chile, das sich um zwei Plätze verbesserte. Den größten Sprung nach vorn machte Armenien, das sich um 38 Plätze auf Rang 87 verbesserte. Der Weltverband Fifa gibt jeden Monat ein aktuelles Ranking heraus. Es wird nach einem komplizierten Verfahren auf Grundlage der Ergebnisse der vergangenen zwölf Monate ermittelt.

Steven Gerrard, Karriereende: Die Liverpool-Legende beendet ihre Karriere. "Nach den jüngsten Medienspekulationen rund um meine Zukunft kann ich meinen Rücktritt vom Profifußball bestätigen", teilte der 36-Jährige in einer Erklärung mit: "Ich hatte eine unglaubliche Karriere und bin für jeden Moment meiner Zeit in Liverpool, England und LA dankbar." Die englische Ikone des FC Liverpool hatte Mitte des Monats seinen Abschied von MLS-Klub Los Angeles Galaxy nach dem Play-off-Aus gegen die Colorado Rapids verkündet.

Nach 17 Spielzeiten und 186 Tore in 710 Spielen in Liverpool war der 114-malige Nationalspieler im Juli 2015 nach Los Angeles gewechselt. In 18 Monaten erzielte er in 38 Einsätzen fünf Tore, 14 bereitete er vor. Liverpool-Teammanager Jürgen Klopp hatte zuletzt durchblicken lassen, er wolle Gerrard wieder bei den Reds einbinden.

Formel 1, Hockenheimring: Das Aus für den Großen Preis von Deutschland für das Jahr 2017 ist besiegelt. Das teilte Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler auf SID-Anfrage mit und bestätigte damit am Donnerstag veröffentlichte Berichte des Fachmagazins auto, motor und sport. "Wir haben zur Kenntnis genommen, dass eine Formel-1-Veranstaltung in 2017 für Deutschland nicht mehr im Kalender steht", sagte Seiler: "Dies ist zwar bedauerlich, aber nicht überraschend, zumal ein Termin nur unter Vorbehalt genannt wurde und kein Formel-1-Vertragsverhältnis für den Hockenheimring bestand."

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Ursprünglich war das Rennen in der provisorischen Planung für den 30. Juli angesetzt worden. Laut Seiler habe es aber kein Angebot gegeben, "in welchem sämtliche wirtschaftlichen Risiken ausgeschlossen gewesen wären, was stets unsere Bedingung als möglicher Austragungsort war". Die kommende Saison wird damit 20 Rennen umfassen. Offiziell soll der neue Kalender nach dem nächsten Treffen des Motorsport-Weltrates am 30. November bekannt gegeben werden. Allerdings besitzt Hockenheim einen Vertrag für 2018. Danach läuft die Vereinbarung aus.