French Open Zverev scheitert im Viertelfinale an Djokovic

Alexander Zverev hat seinen letzten Auftritt bei den French Open in diesem Jahr gegeben.

(Foto: REUTERS)

Die Reise von Alexander Zverev ist bei den French Open vorzeitig zu Ende gegangen. Der Weltranglistenerste Novak Djokovic aus Serbien war für den Weltranglistenfünften aus Hamburg am Donnerstag im Viertelfinale eine Nummer zu groß, auf dem Hauptplatz Philippe Chatrier in Roland Garros unterlag Zverev dem 15-maligen Grand-Slam-Sieger mit 5:7, 2:6, 2:6.

Zverev hatte gegen Djokovic, der in Paris zum zweiten Mal nach 2016 den Karriere-Grand-Slam vollenden kann, seine Chancen, konnte sie aber nicht nutzen, wie im ersten Durchgang, als er zum Satzgewinn aufschlug. Die ersten beiden Durchgänge beendete er mit Doppelfehlern. Nach 2:09 Stunden und dem zweiten Matchball für Djokovic war das Duell für den zunehmend chancenlosen Zverev bereits zu Ende.

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Auch im vergangenen Jahr war der ATP-Champion in Roland Garros schon in der Runde der letzten Acht gescheitert, es bleibt also sein bestes Resultat bei einem der vier Grand Slams. In diesem Jahr war Zverev freilich nicht mit dem Rückenwind einer herausragenden Sandplatzsaison angereist, erst in Genf eine Woche vor Paris hatte er mit seinem elften Turniersieg etwas Selbstvertrauen gewonnen.

Zverev begann auf einem hohen Niveau, er war Djokovic, der im Turnier noch keinen Satz abgeben musste, ebenbürtig. Dabei spielte der Hamburger druckvoll, auch riskant. Er beging dadurch mehr "unerzwungene Fehler" als der Weltranglistenerste, machte aber auch mehr direkte Punkte. Im ersten (2) und zweiten (1) Aufschlagspiel von Djokovic erkämpfte er sich Chancen zu Breaks, vergab sie aber.

Djokovic nutzt Zverevs Schwächephase sofort

Dennoch bekam Zverev kurz darauf die Chance, den ersten Satz zu gewinnen. Zum 5:4 gelang es ihm nach dem längsten Ballwechsel des Matches (24) dann doch, seinem Gegner dessen Aufschlag abzunehmen - allerdings kassierte er umgehend selbst ein Break, und zum Satzverlust dann noch eines. Zu allem Überfluss servierte Zverev beim dritten Satzball für Djokovic auch noch einen Doppelfehler.

"Du musst schon dein bestes Tennis spielen, um gegen ihn eine Chance zu haben", hatte Zverev vor dem Match geahnt. Idealerweise, ergänzte er, gelänge ihm alles ebenso gut wie zuletzt im November in London, als er Djokovic im Endspiel des ATP-Finals in zwei Sätzen besiegte. Damals aber war Zverev in Bestform, in den vergangenen Wochen und Monaten aber nicht, ebensowenig am Donnerstag.

Djokovic, bekanntermaßen gnadenlos beim kleinsten Anzeichen von Schwäche des Gegners, nutzte denn die Schwächephase von Zverev sofort aus. Im zweiten Satz nahm er ihm bei der ersten Gelegenheit gleich wieder das Service ab, danach ließ er dem Deutschen kaum einmal eine echte Chance, wieder ins Match zu finden. Den zweiten Satz beendete erneut Zverev - diesmal mit drei Doppelfehlern in Serie. Das entscheidende Break im dritten Satz verursachte er mit einem leichten Volleyfehler.

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