Frauen-WM 2011:Der Kanzlerin gefällt's

In Deutschland herrscht wieder Sommermärchen-Fieber: Das WM-Auftaktspiel der DFB-Frauen in Berlin gerät zum Spektakel vor ausverkauftem Haus - Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff bejubeln den 2:1-Sieg der deutschen Elf gegen Kanada.

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In Deutschland herrscht Sommermärchen-Fieber: Das WM-Auftaktspiel der DFB-Frauen in Berlin gerät zum Spektakel vor ausverkauftem Haus - Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff bejubeln den 2:1-Sieg der deutschen Elf gegen Kanada. Wieder einmal schreibt sich Deutschland ein eigenes, kleines Märchen im Sommer, so scheint es zumindest. Pünktlich zur Eröffnung der Frauen-WM ist tatsächlich große Begeisterung im Land zu verspüren - für die Fans ist das Turnier ein willkommener Anlass, die Devolutionalien der Männer-Heim-WM 2006 wieder auszupacken.

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Den entsprechenden Rahmen für den Auftakt lieferte am Sonntag ein ausverkauftes Berliner Olympiastadion: Mehr als 73.000 Zuschauer wollten das erste Spiel der deutschen Elf gegen Kanada sehen - beeindruckende Choreographien inklusive.

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Auch auf der Fanmeile der Hauptstadt tummelten sich währenddessen Zehntausende Fußballbegeisterte. Warum auch nicht - schließlich passte das Wetter perfekt zum Public Viewing.

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Und wie es sich für eine Auftaktveranstaltung zu einem Großevent gehört, durften natürlich auch Tänzer, Maskottchen und sorgsam kostümierte Fußballfabelmenschen nicht fehlen.

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Die offizielle Eröffnung blieb dann Bundespräsident Christian Wulff überlassen. Den meisten Applaus vom Publikum bekam aber nicht der CDU-Politiker, sondern die WM-Chef-Organisatorin Steffi Jones (li.).

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Die ehemalige Nationalspielerin begab sich anschließend zum Plausch mit der Kanzlerin auf die Tribüne. Angela Merkel freute sich ganz besonders auf die WM: "Deutschland hat eine sehr erfolgreiche Männer-Weltmeisterschaft als Gastgeberland ausgetragen, und jetzt wollen wir das mit den Frauen der Welt wiederholen", sagte sie im Vorfeld in ihrer wöchentlichen Videobotschaft.

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Ihr Sitznachbar entpuppte sich dann als alter Bekannter im Fußballgeschäft: Fifa-Boss Sepp Blatter, der sich ebenfalls als Förderer des Frauenfußballs versteht, hielt sich während der Eröffnungszeremonie zurück - vielleicht auch, weil er wegen der vielen Skandale um seinen Verband in der näheren Vergangenheit ein Pfeifkonzert befürchtete.

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Die Kanzlerin fieberte also mit - und DFB-Präsident Theo Zwanziger machte einfach mal auf seine Weise mit.

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Das Berliner Publikum präsentierte sich jedenfalls WM-reif. Auf den Rängen drückten Männer wie Frauen ihren "Mädels" die Daumen.

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Und die DFB-Frauen ließen ihre Fans nicht hängen: Nach zehn Minuten segelte eine Flanke in den Strafraum der Kanadierinnen, wo Kerstin Garefrekes am höchsten sprang und zum 1:0 per Kopf traf.

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Das Olympiastadion bebte, das erste WM-Tor für die Deutschen war gefallen. Mit dem frühen Treffer im Rücken entwickelte Silvia Neids Team ein ansehnliches Angriffsspiel - obwohl auch die Kanadierinnen gefährlich blieben.

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DFB-Angreiferin Lira Bajramaj erlebte den guten Start ihrer Mannschaft unterdessen von der Bank aus. Die Bundestrainerin hatte sich vorne für Birgit Prinz und Célia Okoyino da Mbabi entschieden - ein Schachzug, der sich ...

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... lohnen sollte. Die 22-jährige Stürmerin Okoyino da Mbabi befand sich nach einem langem Ball plötzlich allein vor dem kanadischen Tor und schob überlegt zum 2:0 ein (42. Minute).

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Es durfte gejubelt werden - da ließ sich auch die Kanzlerin und ihre Entourage nicht lange bitten und sprang von den Sitzen auf.

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In der zweiten Halbzeit eröffneten sich den deutschen Frauen Möglichkeiten für drei Spiele, doch es sollte ihnen kein weiteres Tor gelingen. Stattdessen verkürzte Kanada durch einen fein gezirkelten Freistoß von Christine Sinclair (82.) noch einmal auf 1:2. Sollte der Sommermärchen-Auftakt doch noch einmal in Gefahr geraten?

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Nein, am Ende blieb es beim verdienten Erfolg für die Deutschen, die mit einem weiteren Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen Nigeria am Donnerstag in Frankfurt bereits das Achtelfinale erreichen können. Ob die Bundeskanzlerin auch da Zeit hat?

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Noch vor dem offiziellen Eröffnungsspiel der Deutschen hatte es in Sinsheim die eigentliche Auftaktpartie dieser WM gegeben: Weil die Nigerianerinnen die Französin Marie-Laure Delie (Mitte) in der 56. Minute ganz alleine im Strafraum stehen ließen, verloren die hoch gehandelten Afrikanerinnen ...

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... letztlich mit 0:1 gegen die Équipe Tricolore. Während die Französinnen schnörkellos und effektiv zum Erfolg kamen, vergab der Afrikameister beste Chancen und muss nun ums Weietrkommen bangen. Den Gruppensieg werden womöglich Deutschland und Frankreich unter sich ausmachen.

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