Formel 1:Hamilton rast auf Pole Position

F1 Grand Prix of Hungary - Qualifying

Gute Ausgangslage: Lewis Hamilton startet von Platz eins in Budapest.

(Foto: Getty Images)

Der Brite startet in Budapest von Platz eins, Max Verstappen nur von Rang drei. Bayerns Vorstandschef Oliver Kahn sieht beim Kader keinen Handlungsbedarf.

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Formel 1, Ungarn-GP: Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat sich die Pole Position für den Großen Preis von Ungarn gesichert. Der Mercedes-Pilot fuhr im Qualifying am Hungaroring in 1:15,419 Minuten die Bestzeit und war mehr als vier Zehntel schneller als der niederländische WM-Spitzenreiter Max Verstappen im Red Bull, der nur Dritter wurde. Den zweiten Startplatz sicherte sich Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas aus Finnland. "Es ist großartig, endlich mal wieder mit beiden Autos in der ersten Reihe zu stehen. Das hatten wir lange nicht mehr", sagte Hamilton (36). Verstappen, der acht WM-Punkte vor seinem 13 Jahre älteren Rivalen liegt, erklärte: "Wir waren das gesamte Wochenende ein bisschen langsamer, das hat sich im Qualifying bestätigt. Mal schauen, was von Platz drei möglich ist." Für Hamilton war es die achte Pole Position auf dem Hungaroring, am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) könnte er mit dem neunten Sieg in Ungarn den alleinigen Rekord für Erfolge auf einer Strecke aufstellen. Der Engländer startet insgesamt zum 101. Mal von der Pole, erstmals wieder seit Anfang Mai in Spanien.

Ex-Weltmeister Sebastian Vettel, der als Zeichen für Toleranz das Wochenende mit einem Helm in Regenbogenfarben bestreitet, qualifizierte sich für das Q3 und landete auf dem zehnten Platz. Der Heppenheimer im Aston Martin war damit besser als sein kanadischer Teamkollege Lance Stroll (12.). "Wir haben uns ein bisschen schwer getan, das richtige Gefühl für die Vorderreifen zu finden", sagte Vettel bei Sky: "Überholen wird schwer. Wir versuchen, den Platz zu halten." Mick Schumacher verpasste nach einem Crash kurz vor Ende des dritten freien Trainings das Qualifying. Die Mechaniker des Haas-Teams konnten das beschädigte Getriebe nicht rechtzeitig auswechseln, Schumacher muss das elfte Saisonrennen vom Ende des Feldes angehen. Der 22-Jährige hatte in der Highspeed-Kurve 11 die Kontrolle über seinen Rennwagen und schlug seitlich mit 31 g in den Reifenstapel ein. "Ich bin okay. Es tut mir sehr leid", sagte der Rookie am Boxenfunk.

Bundesliga, FC Bayern: Der neue Vorstandschef Oliver Kahn sieht beim FC Bayern München trotz eines schmalen Kaders und einiger verletzter Fußball-Profis keinen akuten Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt. "Nee, ich denke, wir sind sehr gut aufgestellt in allen Mannschaftsteilen", sagte Kahn am Samstag vor dem abschließenden Testspiel in der Saisonvorbereitung gegen den SSC Neapel bei RTL. Der 52-jährige Kahn, der Karl-Heinz Rummenigge zur neuen Saison als Vorstandsvorsitzender beim deutschen Rekordmeister abgelöst hat, nennt den Münchner Kader "exzellent". Damit habe man in den vergangenen zwei Spielzeiten immerhin sieben Titel gewonnen. Das Ziel des FC Bayern sei es unverändert, in Europa zur absoluten Spitze zu gehören, "top vier, am besten top drei", sagte Kahn. Die finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie hätten das Geschäft erschwert. "Wir sind nicht der einzige Club, der durch die Pandemie betroffen ist", sagte Kahn.

Fußball, 2. Liga: Die Außenseiter geben in der Frühphase der neuen Saison den Ton mit an. Jahn Regensburg, das in der vergangenen Spielzeit gerade so die Klasse gesichert hatte, feierte mit dem 3:0 (1:0) gegen den SV Sandhausen den zweiten Sieg und steht in der Tabelle mit der Idealpunktzahl sechs und gleicher Tordifferenz direkt hinter Spitzenreiter Karlsruher SC. Die Badener gewannen am Freitagabend mit dem 3:0 gegen Darmstadt 98 ebenfalls ihr zweites Spiel. Einen großen Tag erwischte auch Zweitliga-Rückkehrer Hansa Rostock. Die Mannschaft von Trainer Jens Härtel triumphierte nach dem 1:3 zum Auftakt gegen den KSC am Samstag mit 3:0 (1:0) im Nordduell bei Hannover 96. Dem FC Ingolstadt blieb hingegen trotz einer Führung dieser Coup verwehrt. Der Mitaufsteiger verlor gegen den abgezockten Aufstiegsgeheimfavoriten 1. FC Heidenheim mit 1:2 (0:0). Ein packendes Duell lieferten sich am Freitag auch der SC Paderborn und der 1. FC Nürnberg beim 2:2 (1:0).

Bei allen Spielen sorgten passend zum sportlichen Geschehen Fans im Stadion für die so wichtige Stimmung. Am Samstagabend kommt es in Düsseldorf zum Top-Spiel zwischen der Fortuna und Bundesliga-Absteiger Werder Bremen (20.30 Uhr), das Sonntagsprogramm verspricht mit den Spielen Holstein Kiel gegen den FC Schalke 04, Hamburger SV gegen Dynamo Dresden und FC Erzgebirge Aue gegen den FC St. Pauli (alle 13.30 Uhr) beste Unterhaltung.

Regensburg ließ gegen Sandhausen, das mit Darmstadt ohne Punkte und Tore am Tabellenende steht, nie Zweifel am Sieg aufkommen. Carlo Boukhalfa (34. Minute), Scott Kennedy (70.) und Joel Zwarts (82.) erzielten die Tore zum zweiten Sieg nach dem 2:0 in Darmstadt. Für die große Überraschung sorgte hingegen Rostock. Hanno Behrens (40.), John Verhoek (46.) und 0:3 Nik Omladic (90.+3) düpierten die Niedersachsen, die vor Wochenfrist noch einen tollen Auftritt beim 1:1 in Bremen hingelegt hatten. "Wir hatten in Bremen einen ordentlichen Auftakt. Wir haben uns viel vorgenommen, es aber nicht auf den Platz gebracht", sagte Hannovers Marvin Ducksch. Abgezockt agierte Heidenheim. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt gewann durch die Tore von Patrick Schmidt (73.) und Tim Kleindienst (75.), der mit einem Heber aus großer Distanz erfolgreich war. Bis zu dem Doppelschlag hatte Ingolstadt dank des Tores von Filip Bilbija (59.) geführt. "Man muss sagen, dass Ingolstadt eigentlich die bessere Mannschaft war. Aber wir haben zweimal eiskalt zugeschlagen", sagte Kleindienst.

© SZ/sid/dpa/cch
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