FC Bayern in der Einzelkritik – Thomas Müller

Eindeutig der Flügelhorn-Spieler des roten Orchesters. Klebte derart penetrant am rechten Flügel, dass dagegen selbst Arjen Robben ein Raumdeuter-Freigeist wäre. Obwohl er immer an der gleichen Stelle zu finden war, stand er dennoch ständig frei. Gegenspieler Gonzalo Castro muss da was falsch verstanden haben. Vielleicht lag es daran, dass Müller bei seinem ersten Sturm in die Mitte gleich das 1:0 ins Tor spitzelte. Sein Jubel fiel laut und emotional aus, nicht dass einer meint, Triangelspieler Gomez wäre es gewesen. Ging später in die Sturmmitte und zeigte dort sein gesamtes Repertoire: Lupfer, Hacke, Beinschüsse. Seine gekonnten Entrées konnten die Mitspieler aber nicht mehr nutzen.

Bild: dapd 24. September 2011, 20:432011-09-24 20:43:07 © sueddeutsche.de/segi