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FC Bayern:Heynckes: "Es gibt liebe Jungs dort und Diven"

Jupp Heynckes und Niko Kovac

Jupp Heynckes (l.), damals noch Bayern-Trainer, und Niko Kovac, seinerzeit Frankfurt-Coach, beim Pokalfinale in Berlin.

(Foto: dpa)

Der Ex-Bayern-Trainer hat Verständnis für die schwierige Situation seines Nachfolgers Niko Kovac - auch Carlo Ancelotti äußert sich. Mick Schumacher rückt in die Formel 2 auf.

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FC Bayern, Jupp Heynckes: Ex-Trainer Jupp Heynckes hat sich verständnisvoll zur aktuellen Situation seines Nachfolgers Niko Kovac geäußert. "Da kommt ein junger Trainer und will die Welt einreißen. Niko Kovac hat's nicht einfach in München", sagte Heynckes in der Westdeutschen Zeitung über seinen Nachfolger: "Es gibt liebe Jungs dort und Diven, und dann sind da noch die schweren Verletzungen von wichtigen Spielern. Da türmt sich ein Berg von Problemen auf."

Heynckes selbst verfolgt die Bundesliga "gelassen und entspannt", seinen Rückzug am Ende der vergangenen Saison scheint der 73-Jährige überhaupt nicht zu bereuen: "Es ist einfach wunderbar zu Hause, ein wahrer Luxus, morgens in aller Ruhe zu frühstücken und keinen Druck zu haben."

Die Arbeit bei seinem zweiten Ex-Klub, Borussia Mönchengladbach, beurteilt Heynckes aus der Ferne dagegen sehr positiv. "Die Mannschaft macht auf mich einen stabilen und homogenen Eindruck, und sie hat meines Erachtens eine große Chance, sich am Ende der Spielzeit für die Champions League zu qualifizieren", sagte der frühere Spieler und Trainer der Gladbacher.

Auch der frühere Bayern-Trainer Carlo Ancelotti äußerte sich zu den Schwierigkeiten des Kroaten Kovac. "Ich glaube, er muss dieselben Probleme in Angriff nehmen, die ich erlebt habe. Da ich immer auf der Seite der Trainer stehe, wünsche ich Kovac das Beste", sagte der 59-Jährige vor dem Champions-League-Match seines Klubs SSC Neapel gegen Roter Stern Belgrad am Mittwoch.

Seine eigene Zeit bei den Bayern sei "nicht einfach" gewesen, sagte Ancelotti weiter: "Ich hoffe, dass es für Kovac leichter wird." Der Italiener war im September 2017 nach etwas mehr als einem Jahr als Trainer des deutschen Rekordmeisters entlassen worden. Seit dieser Saison steht er beim zweimaligen italienischen Meister Neapel an der Seitenlinie.

FC Bayern, Paul Breitner: Paul Breitner darf beim Fußball-Bundesligisten FC Bayern München nicht mehr auf die Ehrentribüne. "Es gab einen Anruf von Herrn Dreesen, mir werde von Uli Hoeneß nahegelegt, mich auf absehbare Zeit nicht im Ehrengast-Bereich blicken zu lassen", sagte der frühere Münchner Profi der Bild über ein Telefonat mit Bayern-Vorstandsmitglied Christian Dreesen: "Ich habe ihm gesagt: Damit habe ich ohnehin gerechnet. Und ich möchte den einen oder anderen im Moment sowieso nicht sehen."

Er habe nun beschlossen, "meine zwei Ehrenkarten, die ich als Ehrenspielführer auf Lebenszeit besitze, zu Händen von Herrn Dreesen zurückzuschicken. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich Freikarten will", ergänzte Breitner. Er werde sich ab sofort eben Karten für Bayern-Heimspiele "ganz normal kaufen, wenn ich ins Stadion gehen will".

Breitner hatte im Oktober den verbalen Rundumschlag von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei einer ungewöhnlichen Pressekonferenz scharf kritisiert. "Ich bin nach wie vor deprimiert, weil ich mir nie vorstellen konnte in 48 Jahren, die ich mit oder am Rande des FC Bayern lebe, dass sich dieser Verein diese Blöße gibt, dass er diese Schwäche zeigt", sagte Breitner im Bayerischen Rundfunk: "Was den Uli angeht: Ich verstehe vieles nicht, was dort passiert ist."

Formel 2, Schumacher: Formel-3-Europameister Mick Schumacher steigt 2019 in die Formel 2 auf. Das gab sein Prema-Team am Dienstag bekannt. "Ich freue mich sehr darauf, meine nächste Saison mit Prema in der Formel 2 zu fahren", sagte Schumacher: "Für mich ein logischer Schritt auf meinem sportlichen Weg, denn ich möchte an meiner technischen Erfahrung und den fahrerischen Fähigkeiten weiter feilen." Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hatte mit einer großartigen zweiten Saisonhälfte in diesem Jahr den Titel in der Formel-3-EM gewonnen. Ab dem 29. November bestreitet der 19-Jährige die ersten Formel-2-Testfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs in Abu Dhabi.

© SZ.de/dpa/sid/chge
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