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FC Bayern gegen Leverkusen:Rode stabilsiert Bayerns Mitte

Es war interessant zu beobachten, mit welchem Eifer Leverkusen das Kombinationsspiel der Bayern erfolgreich abschnürte. Zwar erlahmte das Anlaufen in der vordersten Linie etwas. Gut funktionierte jedoch das Verdichten der Räume im Mittelfeld, das Guardiola als unbedingtes Hoheitsgebiet seiner Elf beansprucht. Leverkusen gewährte dies jedoch nicht, durch ein geschicktes und laufintensives Verschieben. Zudem durch eine robuste Zweikampfführung. Nur die Konterchancen spielte Bayer zu schludrig aus.

Anders als gegen Hoffenheim verzichtete Guardiola darauf, von der Vierer- auf eine Dreierkette in der Abwehr umzustellen, um eine weitere Anspielstation für das Mittelfeld freizubekommen. Mit Rochaden in der Offensive versuchte es seine Mannschaft, etwa mit Lewandowski auf Linksaußen und den eingerückten Ribéry sowie Arjen Robben, hauptberuflich eigentlich Flügelsprinter.

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Es blieb bis zur Pause bei dieser Versuchsanordnung, bei Leverkusens wehrhaftem Stil, der Münchner Ideenlosigkeit und einem Ereignis vom Seltenheitswert einer totalen Sonnenfinsternis: Der FC Bayern blieb eine Halbzeit lang ohne eine eigene Torchance. Auch das konnte man spektakulär finden, nur anders als von Guardiola erhofft.

Wohl auch deshalb stellte der Trainer für die zweite Halbzeit um, brachte Sebastian Rode für Mario Götze, beorderte Lewandowski ins Sturmzentrum und durfte umgehend das 1:0 beklatschen. Ribéry schloss volley mit links unhaltbar für Leno ab, eine Ecke war kurz auf Rafinha gespielt worden und dessen Flanke hatte Xabi Alonso mit dem Kopf auf den Franzosen zurückgelegt.

In dieser kurzen Phase der Tempoverschärfung ergaben sich Chancen beinahe im Minutentakt für die Münchner, wobei Lewandowski das Kunststück gelang, einen Seitfallzieher aus drei Metern ans Außennetz des leeren Tores zu schießen. Zudem lenkte Torwart Bernd Leno eine Hereingabe von Müller an den Pfosten. Danach erlahmte das Spiel wieder. Leverkusen versuchte es noch einmal offensiv, doch Chancen erlaubten die Bayern nicht mehr.

© SZ.de/hum
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