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Pressestimmen:"England wird alles andere als zittern"

Tor zum 1:2 durch Andras Schäfer (Ungarn) gegen Leroy Sane (Deutschland), Mats Hummels (Deutschland), Torwart Manuel Ne

"Eine mit Fehlern übersäte Defensivleistung": Sané (links), Hummels und Neuer (rechts) beim Gegentreffer zum 1:2

(Foto: Moritz Mueller/Imago)

Die britischen Zeitungen sehen die deutschen Spieler "stottern und stolpern", sie freuen sich nun richtig aufs Duell in Wembley. Italien wundert sich über Löws Team.

England

The Guardian: "In einer stürmischen Nacht in München schrammte Deutschland gegen Ungarn knapp an einer Katastrophe vorbei und war sechs Minuten davon entfernt, die Gruppe F als Letzter abzuschließen und das Turnier nach der ersten Etappe verlassen zu müssen. Das späte Tor von Leon Goretzka hievte die Mannschaft zurück auf den zweiten Platz und sorgte dafür, dass eine mit Fehlern übersäte Defensivleistung nicht hart bestraft wurde."

Daily Mail: "Oh nein, nicht schon wieder die Deutschen! England trifft auf seinen alten Feind, nachdem Löws Männer eine verrückte Nacht gerade so überlebt haben."

The Sun: "Die Three Lions werden bei der Aussicht auf den Wembley-Showdown am Dienstag alles andere als zittern. Eher großen Gefallen daran finden. Denn die Mannschaft von Joachim Löw stürmte nicht in das (Achtelfinale), sie stotterte und stolperte aus der Todesgruppe. Und hätte der eingewechselte Goretzka nicht acht Minuten vor dem Ende den grausamsten und herzzerreißendsten Treffer erzielt, wäre die Mannschaft ausgeschieden."

Daily Express: "Herr we go again."

Daily Telegraph: "Bringt uns die Deutschen. Der alte Rivale ist unser nächster Gegner im Wembley. Der späte Goretzka-Ausgleich beschert den Blockbuster. Jetzt geht der große Ansturm auf die 45.000 Plätze los."

Spanien

Marca: "Deutschland verhindert am Ende ein Desaster gegen das heroische Ungarn. Die Todesgruppe wäre fast tödlich gewesen - für Deutschland."

As: "Drei Jahre nach dem Debakel bei der WM in Russland stand die Mannschaft kurz davor, wieder in einer Gruppenphase auszuscheiden. Ein Tor Goretzkas im letzten Atemzug hat gegen das mutige und stets sperrige Ungarn noch zum Ausgleich gereicht. (...) Löw atmet auf."

Mundo Deportivo: "Vom Gong gerettet. Deutschland zieht nach einem leidvollen Ausgleich gegen das überraschende Ungarn, das die Mannschaft bis ans Limit brachte, als Gruppenzweiter ins Achtelfinale ein."

Sport: "Das Wunder ist ausgeblieben. Die ungarische Nationalelf stand kurz davor, die Helden des Jahres 1954 zu rächen. (...) Gegen ein großes Ungarn hat Goretzka Deutschland gerettet."

Italien

La Gazzetta dello Sport: "Deutschland mit Nervenkitzel weiter. Ungarn ist zweimal vorne, in der 83. rettet Goretzka Löw. Deutschland mit Mühe."

Tuttosport: "Goretzka rettet Löw. Das Ungarn von Rossi schrammt an der Heldentat vorbei. Deutschland rettet sich im letzten Augenblick."

Corriere dello Sport: "Goretzka beendet die Träume von Herrn Rossi. Das Deutschland von Löw steht bis sechs Minuten vor dem Ende vor dem Aus."

Corriere della Sera: "Wie sehr leidet dieses Deutschland, das Ungarn erst in letzter Minute bändigt. Ein wertvolles Unentschieden für die Deutschen, die damit die Blamage verhindern. Jetzt die große Herausforderung gegen England."

Frankreich:

L'Equipe: "Die beiden Stürmer Szalai und Sane wirkten wie Tag und Nacht. Während der ungarische Kapitän seine Mannschaft lange hoffen ließ, wirkte der Deutsche wie ein Gespenst. Er hat nicht ein einziges Mal auf das Tor geschossen. Obwohl Deutschland in Schach gehalten wurde, ist es für das Achtelfinale qualifiziert."

Ouest France: "Deutschland befreit sich aus der ungarischen Falle. Deutschland hat so gerade noch einen schmachvollen Abtritt seines Trainers Joachim Löw vermieden."

Liberation: "Deutschland qualifiziert sich so gerade noch. Im ganzen Land flatterten Fahnen in Regenbogenfarben, welche die Uefa aus Gründen 'politischer Neutralität' untersagt hatte."

Niederlande:

Voetbal international: "Deutschland ist am Mittwochabend durch ein Nadelöhr gekrochen. Die Mannschaft von Joachim Löw lag gegen Ungarn auf einem Fleischerschneidebrett, aber fand in der Schlussphase doch noch den Ausgleich, der den EM-Traum am Leben hält."

AD: "Die Gruppen des Todes werden bei großen Turnieren oft romantisiert, aber bei dieser Europameisterschaft wird dem Beinamen bis zum letzten Atemzug alle Ehre gemacht. Es war spektakulär, es war sensationell, es war bizarr."

De Telegraaf: "Die Todes-Gruppe hat ihrem Namen Ehre gemacht, was war es spannend in der EM-Gruppe F."

© SZ/dpa/sid/ebc/sonn
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