Europa League Drei Jahre in Paris ließen Trapp in jeder Hinsicht reifen

Nach dem Abstieg des 1. FC Kaiserslautern war Trapp 2012 aus der Pfalz zur Eintracht gewechselt, unter Trainer Thomas Schaaf war er sogar zum Kapitän befördert worden. 2015 wagte er dann den Schritt nach Paris. Die Eintracht kassierte eine Klubrekordablöse von zehn Millionen Euro, und die drei Jahre in Paris ließen Trapp in jeder Hinsicht reifen: "In Paris musst du dich nicht nur mit Leistung, sondern auch mit deiner Persönlichkeit durchsetzen. Du musst dir die Mentalität aneignen, jedes Trainingsspiel gewinnen zu wollen", sagte Trapp einmal.

In drei Jahren an der Seine bestritt er 63 Spiele, doch im vorigen Sommer setzte der neue Trainer Thomas Tuchel nicht mehr auf ihn, obwohl er als dritter Torwart im deutschen WM-Kader in Russland stand.

In Frankfurt ist Trapp nach leicht wackligem Beginn jetzt aber wieder einer, dessen Wort zählt. Ende April erklärte er, sich vorstellen zu können, auch über die Saison hinaus in Frankfurt zu spielen - die entscheidenden Gespräche wolle er aber erst nach der Saison führen. Dann wird Trapp auch wissen, ob Frankfurt nächste Saison erneut europäisch spielt.

Die Eintracht will ihre drei Leihspieler - Trapp, Martin Hinteregger (Augsburg) und Sebastian Rode (Dortmund) - gerne längerfristig halten. Mit den bislang in der Europa League eingespielten 35 Millionen Euro könnte sich der Klub dies leisten. Und eine weitere internationale Wettbewerbsteilnahme würde Trapps Entscheidung positiv beeinflussen.

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