Dortmund im DFB-Pokal Knapp an der Blamage vorbei

Dortmunder Torschützen: Marco Reus (rechts) und Axel Witsel.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Borussia Dortmund steht im DFB-Pokal gegen Zweitligist Greuther Fürth kurz vor dem Aus - beweist beim 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung aber starke Nerven.
  • Axel Witsel (90.+5) und Marco Reus (120.) erzielen zwei sehr späte Treffer für den BVB.
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Von Carsten Scheele

Lucien Favre hatte es zumindest geahnt. "Es ist kein Geschenk, gegen einen Zweitligisten zu spielen", hatte der neue Trainer von Borussia Dortmund vor dem DFB-Pokalspiel bei Greuther Fürth kundgetan. Aber dass es gleich so kitzelig werden würde? Fast wäre Dortmund gegen das klassentiefere Fürth blamabel in der ersten Pokalrunde ausgeschieden. Fast hätte Favres Mission beim BVB - er soll den Klub nach einer schwachen Saison wieder nach oben führen - schon im ersten Pflichtspiel einen unerwarteten Dämpfer erhalten.

Doch dazu kam es nicht: Der BVB rettete sich, zog mit sehr viel Glück und einem 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung in die zweite Pokalrunde ein. Marco Reus erzielte den Siegtreffer in der 120. Minute. "Jetzt müssen wir einfach mal so einen dreckigen Sieg mit nach Hause nehmen und froh sein, dass wir eine Runde weiter sind", sagte Reus nach dem Spiel bei Sky.

Zugang Witsel bringt Dortmund in die Verlängerung

Es war das zweite sehr späte Dortmunder Tor dieses Pokalabends, denn zum Ende der regulären Spielzeit befand sich der BVB bereits Sekunden vom Erstrundenaus entfernt. Die fünfte Minute der Nachspielzeit lief, Fürth hatte die letzte Dortmunder Ecke schon fast geklärt - es stand 1:0 für den Zweitligisten, die Zuschauer im Sportpark Ronhof machten sich zum finalen Jubelschrei bereit, als der Ball doch noch einmal zu Reus gelangte. Der flankte, plötzlich tauchten drei Dortmunder frei am rechten Pfosten auf. Einer von ihnen war Axel Witsel, der belgische Zugang. Witsel hielt den Fuß hin, das 1:1 (90.+5), die Verlängerung.

Favre und Witsel - so kurz ihre Zusammenarbeit in Dortmund auch währt, sie haben nun ihre erste gemeinsame Geschichte. Erst am Freitag hatte Witsel, der mit Belgien WM-Dritter geworden war, seine Spielgenehmigung erhalten. Favre ließ den Lockenkopf in Fürth zunächst auf der Bank, wechselte ihn in der 74. Minute ein - drei Minuten später ging Fürth durch Sebastian Ernst (77.) in Führung. Da sah es sehr schlecht aus für Favre, Witsel und den BVB.

Doch kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit war Witsel zur Stelle. Auch in der Verlängerung leitete er das Dortmunder Spiel von der Sechserposition aus an - der Treffer von Reus war das späte Glück für den BVB. Favre hatte an der Seitenlinie während der 120 Minuten sehr oft den Kopf geschüttelt, er hatte vieles gesehen, dass ihm nicht gefallen konnte. Aber er hat nun zumindest die Gewissheit, dass sich seine Mannschaft für dreckige Tore kurz vor Schluss nicht zu schade ist.

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