DFB-Verteidiger Niklas Süle:Die Bayern sind sehr zufrieden mit dem Transfer

Schon mit 17 trat Süle in den Bundesligabetrieb ein, der Trainer Markus Gisdol ließ ihn in Hoffenheim mitten im härtesten Abstiegskampf debütieren, inzwischen hat er 108 Bundesligaeinsätze hinter sich, obwohl er zwischendurch einen Kreuzbandriss kurieren musste. Im Laufe der vorigen Saison fingen die Bayern an, sich ernsthaft für ihn zu interessieren, was auch mit dem Training von Julian Nagelsmann zusammenhing, das Süle markante Fortschritte verschaffte (Verdienste werden übrigens auch dem Nebenmann Kevin Vogt nachgesagt).

Das war aber nicht nur den Bayern aufgefallen, sondern auch dem FC Chelsea, der ebenfalls bei Süles Berater Karl-Heinz Förster vorstellig wurde und mächtig dagegenhielt. Schließlich investierten die Münchner circa 20 Millionen Euro in den Transfer, was natürlich eine Menge Geld ist - und trotzdem ein Preis unter den mittlerweile üblichen Handelswerten.

Diese lassen sich im deutschen Confed-Cup-Kader ablesen: Mustafi hat den FC Arsenal mehr als 40 Millionen Euro gekostet, im Fall von Antonio Rüdiger (AS Rom) kursierten ähnliche Zahlen, und Matthias Ginter wird Borussia Dortmund ebenfalls nicht für viel weniger als zwanzig Millionen verlassen (wenn er den BVB denn überhaupt verlässt). Die Bayern sind jedenfalls sehr zufrieden mit dem Geschäft. "Ein Niklas Süle in körperlicher Top-Verfassung zählt jetzt schon zu den besten Innenverteidigern Europas", schwärmt der Kaderplaner Michael Reschke.

Den Umzug in die Großstadt bezeichnete Süle als den besten Schritt für die Karriere und für sich selbst, doch er wird in die Mentalität und Einstellung investieren müssen, wenn er sich bei den Bayern durchsetzen möchte. Das ist ihm bewusst, aber seine gewinnende Lockerheit und Offenheit will er sich auch in München bewahren, "ich bin noch jung im Kopf und will auch noch eine Weile jung im Kopf bleiben", hat er der Frankfurter Rundschau erklärt. Man gönnt ihm das ganz unbedingt. Und gelegentlich auch ein paar Tacos.

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