DFB: Joachim Löw:FC-Bayern-Krise? Nicht schlimm!

Die Aussagen des Bundestrainers dürfen auch als Vertrauensvotum für seine aktuelle Mannschaft gewertet werden. Denn diese hat schließlich in Südafrika den Weltfußball aufgemischt. Und diese soll am Freitag in Berlin gegen die Türkei und am Dienstag in Kasachstan das Fundament legen, um die nächste Hürde zu nehmen: die direkte Qualifikation für die EM in Polen und der Ukraine. Und die hat nur der Erste der Gruppe A sicher.

Wenig überraschend hat Löw die Türken als "qualitativ beste Mannschaft" in dieser Gruppe identifiziert. Sie gehöre zur europäischen Spitze, lobte Löw, und erinnerte an das EM-Halbfinale in Basel 2008: "Dort war die türkische Mannschaft die bessere. Sie können mit Technik und Raffinesse spielen." Und mit Guus Hiddink sei dort nun ein Trainer, der einer Elf schnell eine Handschrift verpassen könne. Durch die vielen erwarteten türkischen Zuschauer im Olympiastadion würden die Spieler vermutlich noch beflügelt. "Ich halte den Gegner für extrem gefährlich", warnte er.

Nun hat Löw schon häufiger vor Länderspielen den Gegner für stark befunden und dessen Qualitäten gelobt - um ihn dann im Verbund mit Chef-Scout Urs Siegenthaler am Taktikhaken durch die Manege zu ziehen. Doch in den Nuancen war herauszuhören, dass Löw tatsächlich Respekt hat vor den Türken. Die Probleme im eigenen Team hält er indessen für nicht gravierend.

Da ist zum einen der Ausfall von Schweinsteiger, Toni Kroos gilt wohl als erster Ersatzkandidat, wenngleich Träsch "in sehr guter Form" sei und Müller eine Alternative, "weil er aus der Mitte heraus sehr torgefährlich ist". Mit Sami Khedria, Thomas Müller und Mesut Özil wäre die DFB-Elf in der Mitte des Platzes allerdings äußerst offensiv aufgestellt. Und Khedira müsste sich wie bei Real Madrid darauf konzentrieren, die Defensive zusammenzuhalten.

Auch die Formkrise einiger WM-Fahrer beunruhigt Löw kaum. Gerade die Spieler des FC Bayern, aber auch Lukas Podolski konnten ihre Form nicht retten, Per Mertesacker und Jérôme Boateng waren zuletzt verletzt. Im Training spüre der Bundestrainer aber, dass alle willig seien, das am Freitagabend für 90 Minuten auszugleichen: "Ich mache mir kaum sorgen. Ich weiß, dass sich die Spieler auf den Punkt konzentrieren können und technisch guten Fußball spielen."

Wer braucht da eine nächste, goldene Generation?

© sueddeutsche.de/ebc
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