Fußball-Nationalmannschaft:Warnung vor Zlatan Ibrahimovic

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Wenn die deutsche Mannschaft am Dienstag in Berlin auf die unangenehmen Schweden trifft, heißt es für sie vor allem, die Gefahr des Stürmers Zlatan Ibrahimovic einzudämmen - ansonsten gilt die Stärke der Schweden eher der Defensive. "Ibrahimovic ist unberechenbar, findet aus ganz schwierigen Situationen die richtige Lösung", so Löw, "wir werden versuchen, ihn frühzeitig zu stören bei der Ballannahme und ihm nicht zu viel Raum geben."

Fußball-Nationalmannschaft - Pressekonferenz

Miroslav Klose und Joachim Löw auf der Pressekonferenz vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden.

(Foto: dpa)

Ob auch Sami Khedira dann zum Einsatz kommt, ist noch ungewiss, er laboriert an den Folgen einer Muskelverhärtung. Für ihn könnte Löw Toni Kroos in die Startelf nehmen. Gute Mannschaften bräuchten eine gute Bank, dozierte Löw. Dann war aber auch schon Klose an der Reihe.

Eine Woche ist es her, dass Uli Hoeneß monierte, Miroslav Klose würde nur gegen Fußballzwerge zu Treffern kommen - Löw wiegelte das am Montag mit einer Statistik ab. Ein WM-Tor fehlt Klose noch, um zum Rekordtorschützen Ronaldo aufzuschließen - "und über so jemanden muss man nicht mehr viel sagen".

Klose selbst hat sich zu dieser Anschuldigung bisher nur verhalten geäußert und er zeigte auch bei der Pressekonferenz wenig Interesse daran. "Es macht mich mittlerweile ein bisschen müde. Ich möchte mich nicht viel dazu äußern, das Thema müssen wir jetzt nicht wieder hochkochen", sagte Klose. Inzwischen hatte er das Heft übrigens weggelegt.

Die Debatten ist Klose offenbar leid, aber auch Lob zu empfangen, ist dem Stürmer vom Lazio Rom eher unangehm. Am Dienstag soll der 34-Jährige vom DFB mit dem Fairplay-Preis ausgezeichnet werden, weil er in einer Partie der Serie A ein Handspiel zugab.

"Das war für mich selbstverständlich", so Klose, "wir haben eine Vorbildfunktion, das ging in den letzten Jahren verloren. Da müssen wir als Spieler wieder mehr machen, dass wir wieder Vorbilder werden." Man sieht: Auch Klose hat sich nicht verändert: Er schießt seit Jahren Tore, verhält sich fair - und redet nicht besonders gerne.

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