Werder Bremen Er würde gerne europäisch spielen

Die hatte wohl auch damit zu tun, dass der vom DFB gerade als Trainer des Jahres geadelte Kohfeldt im Wintertrainingslager mit seinen Profis daran arbeitete, "ein Spiel zu fühlen". Die Spieler sollten erkennen, wann der richtige Moment sei, um zuzuschlagen. Das, lobte Kohfeldt, habe man "gegen Mainz schon sehr gut gemacht". Wie lange Werder die Effektivität des MM-Duos noch genießen darf, bleibt aber die Frage. Hatte Rashica zuletzt noch betont, man brauche sich vorerst keine Sorgen machen, dass er im nächsten Jahr ein anderes Trikot trage, ließ Kruse seine Zukunft offen. Es gebe noch keine Tendenz, ließ er wissen. Nur eines sei ihm wichtig, er würde gern wieder "europäisch spielen".

Vielleicht sind da die jüngsten Aussagen des Kollegen Martin Harnik besonders interessant, der ja seit den Jugendjahren beim SC Vier- und Marschlande vor den Toren Hamburgs als enger Freund von Kruse gilt. "Max ist ein überragender Pokerspieler. Wenn es auf die Zielgerade geht, kommt er in absolute Topform. Es ist brutal schwer, ihn in dieser Form zu halten. Ich glaube, dass das eine oder andere gute Angebot auf den Tisch kommt."

Angeblich interessieren sich Tottenham Hotspur und Inter Mailand für Kruse. Für Werder spreche, "dass Max hier ein unglaubliches Standing hat", sagte Harnik, die Liste mit Gründen pro Werder sei lang: "Es gibt aber auch Argumente für andere Vereine."

Vor dem nächsten Ligaspiel in Gladbach, in dem Werder bis auf zwei Punkte an den Tabellenvierten herankommen kann, steht allerdings noch das Viertelfinale im DFB-Pokal am Mittwoch auf Schalke an. Ob er sich lieber über die Liga oder über einen Pokalsieg europäisch qualifizieren würde, fragte Lieblings-Interviewpartner Stoll. "Lieber über einen Pokalsieg", entgegnete Kruse. Dann hätte man doppelt was zu feiern.

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