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Schalke gegen Dortmund:Schalke spielte ohne gelernten Stürmer

Stattdessen kam Guido Burgstaller nach einem Eckball plötzlich am Fünfmeterraum frei zum Schuss, BVB-Torwart Roman Bürki parierte stark. Der Treffer hätte aber wohl auch nicht gezählt, weil Witsel zuvor von Sané in Hulk-Hogan-Manier zu Boden getackelt wurde (28.). Der Belgier musste behandelt werden, konnte sein Mitwirken aber fortsetzen. Im Gegensatz zu Burgstaller, der wenig später umknickte, für ihn kam zur allseitigen Überraschung Linksverteidiger Hamza Mendyl, was bedeutete, dass Schalke nun ohne gelernten Stürmer agierte. Dortmund verteidigte die Parte sauber in die Halbzeit.

Der BVB drängte auch nach der Pause nicht etwa auf ein mögliches zweites oder drittes Tor - es wirkte, als wollte Dortmund ein euphorisiertes Vollgas-Spektakel wie beim 4:4 vor Jahresfrist ganz bewusst vermeiden. Das rächte sich, denn beim zweiten Videobeweis des Tages hatte Schalke dann Glück. Reus war im Strafraum auf dem Fuß von Harit gelandet, Siebert betrachtete ausgiebig die Fernsehbilder und entschied auf Elfmeter - Caligiuri verwandelte sicher (61.).

Kurzzeitig wurde es daraufhin hitzig, Dortmunds Hakimi sah für einen Schubser Gelb. Doch der BVB besann sich und versuchte es wieder mit spielerischen Lösungen - es ging auch eigentlich ziemlich einfach. Ein Konter, Doppelpass zwischen Sancho und Raphael Guerreiro, Sancho lief noch ein paar Schritte und vollendete überlegt zur neuerlichen Führung (74.). Es folgten glückliche Schalker Minuten: Erst verhinderte Keeper Ralf Fährmann gegen Reus einen weiteren Treffer (79.), dann traf Guerreiro auch noch den Pfosten (85.). Als Dortmund ernst machte in dieser Partie, war Schalke chancenlos.

Es war kein 4:4 diesmal. Nur ein schönes 2:1. Dortmund freute sich trotzdem.

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