Deutscher Behindertensportverband "Definieren uns nicht über Nähe zu Bach"

Friedhelm Julius Beucher, 72, hier mit der paralympischen 4x100-Meter-Staffel (v.l.: Felix Streng, Phil Grolla, Markus Rehm und Johannes Floors) nach dem Gewinn der Goldmedaille bei der EM in Berlin 2018

(Foto: Beautiful Sports/Imago)

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands, spricht über die Beziehung zum IOC und dessen Anti-Doping-Kampf - und kritisiert die deutsche Schulpolitik.

Interview von Sebastian Fischer und Johannes Knuth

SZ: Herr Beucher, Sie sind seit zehn Jahren Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS). Auch seit zehn Jahren hat sich Deutschland mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention der Inklusion verschrieben. Was hat sich aus Ihrer Sicht seitdem verändert?

Friedhelm Julius Beucher: Der Para-Sport fristete über Jahrzehnte ein Nischendasein. Früher konnten die Menschen Paralympics nicht buchstabieren, heute können sie Sportler mit Behinderung mit Namen nennen. Und wir warten nicht mehr auf die Krümel, die vom Tisch fallen. Wir sind mit dem Leistungssport heute ...

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