Auftakt bei 1860 München Investor finanziert sportliche Entscheidungen

Dennoch betonte er, wie die DFL die Sache einschätze: "Die 50+1-Regel ist mit dem Kooperationsvertrag schon bestmöglich ausgeschöpft, so dass kein Spielraum ist, daran etwas zu ändern", sagt Schneider. "Es ist bis aufs letzte Komma alles ausverhandelt und ausgereizt worden."

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Wenn es um Personalfragen im sportlichen Bereich geht, dürfte der Investor ohnehin faktisch das Sagen haben, schließlich finanziert er die Entscheidungen. Dass er an Transfererlösen von ihm bezahlter Spieler in irgendeiner Form beteiligt wird, dürfte ebenso außer Frage stehen - was seine Mitbestimmung angeht, zu welchem (eventuell gewinnbringenden, aber sportlich ungünstigen) Zeitpunkt sie abgegeben werden, dürfte die DFL allerdings genauer hinsehen.

Trainer Reiner Maurer mag von alldem nichts mehr hören. Seine eigene Zukunft über die Spielzeit hinaus ist bis zu einer Einigung ebenso offen wie die von Sportdirektor Florian Hinterberger; und ein eigentlich dringend benötigter Zugang für die Abwehr bis dahin auch nur Spekulation. Einstweilen muss sich Maurer mit einem Kader begnügen, der nach den Weggängen von Malura und Schäffler noch kleiner geworden ist.

Zum Auftakt fehlten nur Torwart Gabor Kiraly (Muskelfaserriss) und Stürmer Bobby Wood (Außenmeniskus-OP), Daniel Halfar und Arne Feick kehrten hingegen ins Training zurück, dennoch reichte es nicht einmal für ein Trainingsspiel elf gegen elf. Assistenztrainer Denis Bushuev musste beim B-Team im Mittelfeld aushelfen.

Trotz nur sieben Punkten Rückstand zur Aufstiegszone mag Maurer daher nicht über allzu hohe Ambitionen fabulieren: "Grundsätzlich ist für mich eher der Weg das Ziel", sagte der Trainer. "Wir sind jetzt auf dem sechsten Tabellenplatz, Ziel ist natürlich erstmal der fünfte."