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Auftakt bei 1860 München:"Es gibt keinen Spielraum"

Der TSV 1860 München startet mit einem sehr kleinen Kader ins Training. Bis zum 13. Januar muss der Verein bei der DFL frisches Kapital von 2,3 Millionen Euro vorweisen. Dieses Geld kann nur von Investor Hasan Ismaik kommen, doch mit dem gibt es noch keine Einigung.

Die Sonne schien so schön zum Trainingsauftakt des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München, dass man schon einmal die den Temperaturen angemessene Kleidung vergessen konnte. Gypsy Schneider eilte herbei und hängte ihrem Mann Dieter den Mantel um, schließlich befand er sich nach seiner Lungenentzündung gerade erst auf dem Weg der Besserung.

TSV 1860 Muenchen - VfL Bochum

1860-Präsident Dieter Schneider und Trainer Reiner Maurer planen die Zukunft des TSV 1860 München.

(Foto: dapd)

Die erste Übungseinheit nach der Winterpause mochte sich der Präsident dennoch nicht entgehen lassen ("mit ein bisschen Antibiotika kann man schon an die frische Luft"), und in der Geschäftsstelle gab es für Schneider ja auch noch einiges zu tun. Der 13. Januar rückt schließlich näher, ein wichtiger Termin für die Löwen - nicht etwa, weil die Mannschaft an diesem Tag in ihr Trainingslager nach Belek/Türkei startet, sondern weil der TSV bis dahin bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) frisches Kapital von 2,3 Millionen Euro vorweisen muss.

Und dieses Geld kann, natürlich, nur von der Investorenseite mit Hasan Ismaik und seinem Vertreter Hamada Iraki kommen, mit denen Schneider dementsprechend "über die Feiertage das eine oder andere Telefonat geführt" hat. "Beiden Parteien ist sehr wohl bewusst, dass wir gewisse Dinge zeitnah auf den Weg bringen müssen", sagte Schneider, "es geht ja nicht nur um die 2,3 Millionen, da steckt ja viel mehr dahinter, die ganze Planung für die neue Saison."

Die internen Gespräche über die Etatlücke bieten eine Gelegenheit für Klub und Investor, die Strukturen ihrer Zusammenarbeit endlich konkreter zu machen. Durch den Zeitdruck ist zwar zu befürchten, dass es einmal mehr nur eine improvisierte Notlösung geben wird.

Von jenem Termin am 13. Januar und dem Ende der Transferperiode am 31. Januar erhofft sich Schneider aber "sanften Druck, dass man sagt, jetzt setzen wir uns in Gottes Namen noch mal zusammen". Dass der Investor den Stichtag und der Verein die DFL-Vorgaben zur 50+1-Regel als Druckmittel im Kompetenzgerangel in der Hand haben, mag Schneider so nicht sagen: "Ich will eigentlich weg von den Druckmitteln."

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