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Champions League gegen Barcelona:Irrsinniges Gehalt gefordert?

In Verhandlungen ruft Zahavi angeblich eine selbst für den Profifußball irrsinnige Summen als Gehalt auf, und so ging er auch in die ersten Gespräche über Alabas Zukunft. Von dieser Summe rückt er erst mal nicht ab, er wartet, ob sich die anderen bewegen, diese Sturheit ist schon ein Großteil seines Verhandlungsgeschicks.

Israeli Football Agent Pinhas Pini Zahavi during the 4th round FA Cup match between Chelsea and Newc

Berater Pini Zahavi.

(Foto: Andy Rowland/imago)

Im Poker um David Alaba muss Sportvorstand Hasan Salihamidzic daraufhin einmal sehr sauer geworden sein, und der Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge richtete Ende Juli an Zahavi die öffentliche Botschaft, dass es ein Irrtum sei, "dass trotz Corona in der Welt die Sonne draußen noch hell scheint".

Die Bayern sind auch frustriert über den Verlauf der Gespräche, weil sie finden, dass sie für Alaba weiterhin die beste Wahl sind. Trainer Hansi Flick hat den früheren Außenverteidiger Alaba als Innenverteidiger neu erfunden. Alaba kennt Verein und Stadt, seit er 17 ist. Er wird im Team extrem geschätzt, eine ähnliche Beliebtheit müsste er sich in der Fremde erst erarbeiten.

Dem Vernehmen nach verdient Lewandowski mehr als 20 Millionen Euro im Jahr, mit etwas Abstand folgen weitere Münchner. Derartige Spitzengehälter zahlt sonst kaum ein Klub in Europa. Paris Saint-Germain vielleicht, dazu englische Klubs wie Manchester City und Chelsea. Doch ein Wechsel nach Paris oder England reizt Alaba angeblich nicht. Real Madrid, Barcelona, das könnte er sich vorstellen. Doch es deutet bislang wenig daraufhin, dass einer dieser Klubs ihn will - und ein Gehalt wie jenes in München zahlen kann. Rummenigge sagte daher zu Wochenbeginn: "Ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir uns einigen können." Auch in Alabas Umfeld gehen sie inzwischen davon aus, dass er letztlich bleiben wird.

Für diese Tage haben Rummenigge und Salihamidzic sich also wieder mit Zahavi verabredet, eine Einigung erwartet auf beiden Seiten noch niemand. Aber sollte die Reise nach Lissabon einmal als erfolgreich gelten, dann vielleicht auch wegen dieses Treffens.

© SZ vom 14.08.2020/jbe
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