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Skifahren in Frankreich:Das Skigebiet Les Trois Vallées

Im Reich des Schneekönigs: Wedeln von Les Menuires bis Tignes

Etwa 600 Kilometer Piste und viele Abfahrten im Gelände: Zum großen Skigebiet Trois Vallées gehört auch die Skistation Les Menuires.

(Foto: dpa-tmn)

Wer je über die gigantischen Skihänge der drei Täler geschwungen ist, weiß, was mit "Skifahren wie Gott in Frankreich" gemeint ist.

Von Stefan Herbke

NEU: Mit gleich fünf kuppelbaren Vierer- und Sechsersesselbahnen startet das größte Skigebiet der Alpen in den Winter.

So weit die Augen blicken können, reihen sich Traum-Skihänge aneinander, und alle sind mit einem perfekt angelegten Netz von Bahnen und Liften zu erreichen. Ein regelmäßiger Blick auf den Pistenplan ist unbedingt zu empfehlen, um sich nicht zu verirren und immer wieder Neues zu entdecken.

Jedes Tal ein Skigebiet

Die drei Täler sind für Skifahrer und Snowboarder ein Paradies, wobei streng genommen bereits jedes Tal für sich ein super Skigebiet abgeben würde. Etwa die einzelnen Stationen von Courchevel unter der Saulire, die untereinander mit einem dicken Geflecht an Liften und Pisten verbunden sind. Courchevel wurde übrigens erst 1946 aus dem Boden "gestampft".

Ursprünglich sollte der Ort ein Tal weiter in Valmeinier in der Maurienne entstehen. Doch die Bevölkerung dort sprach sich dagegen aus. Für die drei Täler ein Glücksfall, denn Courchevel mit seinen vier Ortsteilen zwischen 1300 und 1850 Meter Höhe bildete den Grundstein für die Skiarena und ist heute der bekannteste Skiort der Drei Täler. Sogar einen Flugplatz gibt es hier.

Méribel und Mottaret im mittleren Tal liegen zentral und sind daher ein idealer Ausgangspunkt für Exkursionen in die weite Schneewelt. Die Hänge links und rechts des Talbodens sind mit einem Netz an Bahnen perfekt erschlossen, und im Talschluss lockt als skifahrerische Herausforderung die weiße Pyramide des Mont du Vallon. Les Menuires und Val Thorens im westlichen Tal bieten die alpinste Kulisse und mit die schönsten Pisten. Auf dem Gletscher unter der 3562 Meter hohen Aguille de Peclet laufen sogar im Sommer die Lifte. Ein skifahrerischer Leckerbissen ist die Cime de Caron (3200 Meter) mit ihren Traumhängen und Varianten über 900 Höhenmeter.

Schnelle Lifte für viele Höhenmeter

In den drei Tälern sammelt man automatisch viele Pistenkilometer und Höhenmeter, denn die Dimensionen des Skiareals sind einfach riesig. Zwischen Talboden und der Grathöhe, über die Liftverbindung ins nächste Tal führt, liegen oft 1000 und mehr Höhenmeter. Moderne Expresslifte und Gondelbahnen sorgen für den schnellen Transport, dennoch muss man sich sputen, um etwa von Courchevel aus die Pisten von Val Thorens zu erkunden. Rekordverdächtig sind die reinen Fakten der drei Täler: es gibt 600 Kilometer Abfahrten in allen Schwierigkeitsgraden und mehr als 200 Bahnen und Lifte, die stündlich über 250.000 Personen bergwärts befördern können.

Lassen die Pisten und Tiefschneehänge keine Wünsche offen, so weckt das "Bauen im Gebirge" doch manchen Zweifel. Die monströse Architektur im wilden Westen der Trois Vallées, in Les Menuires und dem erste 1972 auf 2300 Meter Höhe eröffneten Val Thorens, ist furchteinflößend. Viel Charme hat aber Méribel mit seinen Holzchalets, mondän gibt sich Courchevel.

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