Sehenswürdigkeiten und Timing Geschafft: (Wieder-)Eröffnungen

Pünktlich zu Ostern fertiggestellt wurden zum Beispiel die Arbeiten an der Grabkapelle in Jerusalem. Sie kann nun wieder ohne Eisenkorsett in der Grabeskirche stehen. Bis Juli sollen auch die restaurierten Mosaike und Goldwände der Geburtskirche von allen Absperrungen befreit werden - alleine mehr als 1,1 Millionen Mosaiksteinchen wurden dort in jahrelanger Kleinstarbeit gereinigt.

Kunstbegeisterte können sich in dieser Saison zum Beispiel nach Florenz aufmachen. Dort ist das Gemälde "Anbetung der Könige aus dem Morgenland" von Leonardo Da Vinci wieder in den Uffizien ausgestellt - nach stolzen fünfeinhalb Jahren der Restaurierung.

Rom In Roms Boden lauern die Schätze
Schauplatz Rom

In Roms Boden lauern die Schätze

Roms Erbe ist fast schon ein Fluch: Wer hier gräbt, stößt sogleich auf antike Kostbarkeiten. Bei der neuen U-Bahn-Station San Giovanni wurde aus der Not aber eine Tugend gemacht.   Von Oliver Meiler

Wie nahe Alt und Neu, Restaurierung und Modernisierung zusammenhängen, führt auf besondere Art eine neue U-Bahnstation in Rom vor Augen. Zehn statt der erhofften vier Jahre dauerte es, bis die Haltestelle San Giovanni fertig war. Vor allem, weil unterwegs im Untergrund so viel Historisches ausgegraben wurde - und diese Funde werden nun in der ersten musealen Metro-Station der italienischen Hauptstadt zur Sehenswürdigkeit.

In Deutschland ist 2017 manches zum ersten Mal seit Generationen wieder in voller Pracht zu sehen. Das Wasser im "Schönen Brunnen" auf dem Nürnberger Hauptmarkt etwa sprudelte Ende April erstmals seit mehreren Jahrzehnten wieder. Zwei volle Jahrhunderte vergingen sogar, bis die Welterbestätte Schloss Wörlitz in Sachsen-Anhalt wieder komplett zugänglich wurde. Nun können Menschen erstmals seit Königs Zeiten durch alle Stockwerke des "Gründungsbaus des deutschen Klassizismus" spazieren.

Wer erst einmal anfängt, darauf zu achten, sieht es bald überall frisch blitzen und blinken: Verkündet wurde zuletzt in Deutschland unter anderem die Rückkehr einer besonders prunkvollen, restaurierten Barock-Uhr in Schloss Sanssouci oder auch die erfolgreiche Restaurierung der Schwind-Fresken auf der Wartburg. Für sich genommen alles nur für Liebhaber aufregend - ingesamt aber ein Zeichen dafür, dass es sich lohnt, auch bei vermeintlich altbekannten Zielen auf Neuigkeiten zu achten.

Wie sehr sich Restaurierungen auszahlen, zeigte kürzlich auch eine Meldung aus Rom mit dem Titel "Goldgrube Trevi-Brunnen - Touristen werfen 1,4 Millionen hinein". Denn, wie weiter zu erfahren war: Im Jahr 2013, bevor der Barock-Brunnen für Renovierungen geschlossen wurde, waren es vergleichsweise schlappe 1,2 Millionen Euro, die wohltätigen Zwecken zugute kamen. Neben dem verstärkten Münz-Segen fischten die Brunnenpfleger 2016 zudem "zwei Gebisse und zahlreiche Sonnenbrillen" aus dem Becken. Da hat sich die Denkmalpflege doch wirklich gelohnt.

Mit Material von dpa und AFP

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