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Schildkröten auf Zakynthos:Panzer gegen Sandburgen

In einem griechischen Nationalpark versucht man, Tier und Tourist an denselben Stränden zuzulassen - aber die Schildkröten haben so ihre Probleme im Partyrummel.

Das Boot kurvt schon zehn Minuten durch die idyllische Bucht, und noch immer blickt der Kapitän angestrengt auf die Wasseroberfläche, als warte dort Rettung. Zwölf Passagiere starren leicht nervös ebenso ins Ungewisse.

Auch wenn sie am Anfang winzig ist - die Meeresschildkröte kann kann bis zu 130 Kilo schwer werden.

(Foto: Foto: Reuters)

Dann nimmt die Yacht plötzlich Fahrt auf, rast auf einen Pulk von Barkassen zu. "Hier", schreit der Kapitän, alle Passagiere stürzen in die Mitte des Bootes. Das hat einen Glasboden und macht das Meer zum Aquarium - und direkt unter der Scheibe, im türkisgrünen Wasser, schwebt eine mächtige Schildkröte.

Keine Ruhe für die Schildkröten

Wohl einen Meter lang ist das gefleckte Tier, nach ein paar Sekunden ist es weg. "Sie kommt", schreit der Kapitän, und alle rennen zur Reling. Da taucht ein brauner Kopf mit Kulleraugen auf. Das Reptil schnappt nach Luft. Die Passagiere jubeln.

Jannis Vardakastanis sollte man lieber nicht erzählen, was man auf dem Meer gesehen hat, nichts von den vielen Turtle Tours, den Schildkröten-Jagden für Touristen, bei denen die Reptilien zwar nicht mehr erlegt werden, wie einst von Raubfischern, aber in ihrer Ruhe gestört. Das kann für sie auch gefährlich werden.

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