Nationalpark HainichWo Deutschland wieder Urwald sein darf

Thüringens Laubwälder lassen erahnen, wie Mitteleuropa jahrtausendelang aussah. Der Fotograf Thomas Stephan hat ihren Zauber eingefangen.

Von Eva Dignös

Fichten? Tannen? Dieser Wald in Thüringen hat wenig zu tun mit den Nadelwäldern, die heute Deutschland dominieren. Der Hainich im Westen des Landes ist seit fast 20 Jahren als Nationalpark geschützt. Im größten zusammenhängenden Laubwald der Bundesrepublik wachsen vor allem Buchen, genauer: Rotbuchen. Manche sind bis zu 200 Jahre alt.

Sie sind robust und durchsetzungsstark: Nach der letzten Eiszeit waren Buchen 4000 Jahre lang die dominierende Art in Mitteleuropa, heute stehen sie nur noch auf rund 15 Prozent der Waldfläche. Für den Fotografen Thomas Stephan ist der Erhalt dieses Naturerbes zum Lebensthema geworden: Seit Jahrzehnten dokumentiert er Buchenwälder, seine Bilder entstanden vor allem im Nationalpark Hainich.

Bild: Thomas Stephan 17. November 2016, 10:262016-11-17 10:26:14 © SZ.de/ihe/leja/cat