50 Jahre Skifahren am KitzsteinhornWenig Gletscher für alle

Skifahren im Sommer, damit war Kaprun in Österreich im Jahr 1965 Trendsetter. Mit dem Ganzjahresbetrieb ist es aber vorbei. Der Klimawandel macht dem Gletscher schwer zu schaffen.

Ein Skilift, dessen Stützen auf Eis stehen, das sich bewegt? Doch, das geht, dachte der Wiener Wilhelm Fazokas. Als Bürgermeister von Kaprun im Pinzgau hatte er die Idee, das Kitzsteinhorn zu erschließen. Im Dezember 1965 schwebten die ersten Skifahrer mit der Seilbahn auf den Gletscher (im Bild). Ursprünglich war nur an Sommerskilauf gedacht, um österreichischen und ausländischen Skiprofis das Training zu ermöglichen. Doch auch Amateure wollten in den heißen Monaten skifahren. 1966 wurde die Gipfelbahn gebaut, die Bergstation "klebt" etwas umständlich auf 3029 Meter Höhe in der steilen Flanke unter dem Kitzsteinhorn: So wurde die magische und werbewirksame 3000-Meter-Marke erreicht. Ein Jahr später eröffnete mit dem Maurerlift der erste Gletscherskilift - mit Stützen auf Eis.

Bild: Gletscherbahnen Kaprun AG 2. Dezember 2015, 11:082015-12-02 11:08:12 © SZ.de/kaeb