150 Jahre Erstbesteigung"Jede Nacht sehe ich meine Kameraden vom Matterhorn rutschen"

Zwei Seilschaften wollen am 14. Juli 1865 in die Geschichtsbücher eingehen und als Erste ganz oben auf dem 4478 Meter hohen Matterhorn stehen. Es wird ein Wettlauf um Ruhm und Ehre - und um Leben und Tod.

Von Katja Schnitzler

Das Matterhorn, dieser Berg der Berge, ist so einmalig schön, dass er magisch sein muss. Davon waren die Menschen früher überzeugt und manche sind es immer noch. Einst flüsterte man von Dämonen, die in den steilen Wänden hausten und ungebetene Gäste mit Felsbrocken vertrieben oder töteten. Und ungebeten waren alle Menschen, die hinauf wollten auf den Gipfel des Matterhorns. Doch von den Schauergeschichten ließen sich junge Männer auf der Suche nach Ruhm nicht abhalten. Sie wussten: Es kann nur einen geben, der als Erster ganz oben auf 4478 Metern stehen und in die Geschichtsbücher eingehen wird. Dieser eine wollte Edward Whymper sein, und er war unter Druck.

Bild: AFP 14. Juli 2015, 07:142015-07-14 07:14:29 © SZ.de/sks/dd