Frankreichs Rolle in der Causa Libyen ist äußerst zwiespältig: Einerseits bombardieren französische Flugzeuge seit Tagen Gaddafis Armee, Präsident Nicolas Sarkozy erkannte als Erster den Rat der Rebellen als rechtmäßige Vertretung Libyens an.

Auf der anderen Seite verkaufte Paris über Jahre Rüstungsgüter wie Kampfjets an Tripolis. Und gerade Sarkozy forcierte die Geschäfte mit Gaddafi: Im Jahre 2007 etwa wurde der Oberst in Paris empfangen (Bild) - und bedankte sich mit einer langen Einkaufsliste: Er bestellt 21 Airbus-Jets, Rüstungsgüter und einen Atomreaktor. "Frankreich grüßt einen Staatschef, der seine Waffenbestände unter internationale Kontrolle gestellt hat und dem Terrorismus definitiv abgeschworen hat", sagte Sarkozy damals.

Bild: dpa 24. März 2011, 12:322011-03-24 12:32:32 © sueddeutsche.de/odg