HEINZ-CHRISTIAN STRACHE (FPÖ, 44)

Zeigte er den Kühnen-Gruß (eine Abwandlung des verbotenen Hitlergrußes) oder wollte er nur drei Bier bestellen? Nahm er in seiner Jugend an lustigen Paintballspielen oder paramilitärischen Wehrsportübungen im Wald teil? Der stets hip und jugendlich auftretende FPÖ-Chef stolpert in Österreich immer wieder über eine mögliche Nähe zu Rechtsradikalen. Als Sohn einer alleinerziehenden Mutter wuchs er in Wien auf, mit sechs Jahren soll er ins Internat gekommen sein. Als Jugendlicher wird ihm Kontakt zu Neonazis nachgesagt, später kam der gelernte Zahntechniker über eine schlagende Verbindung zur FPÖ. Dort wurde er der politische Ziehsohn Jörg Haiders, mit dem er sich später aber überwarf. Seine Kritiker sehen in Strache einen Hetzer. Im aktuellen Wahlkampf gibt er sich trotz eines eigenen Rap-Songs etwas staatsmännischer und stellt den Kanzleranspruch. Strache hat zwei Kinder aus einer geschiedenen Ehe.

Die FPÖ erhielt bei der Wahl Ende September 21,4 Prozent - und gewann 3,9 Prozent hinzu.

Bild: Reuters 27. September 2013, 16:012013-09-27 16:01:33 © Süddeutsche.de/dpa/odg/mati