Wahl in Mecklenburg-Vorpommern:Kannste vergessen

Koblentz nach den Wahlen

"Wir hatten auch mal einen sehr schönen Fanfarenzug", sagt Bürgermeisterin Ingelore Grygula. Gleich nach der Wahl 2011 beklagte sie sich, dass sich niemand um Koblentz kümmert.

(Foto: Stefan Sauer/dpa)

Koblentz mit tz liegt in Vorpommern, fast an der polnischen Grenze. Bei der letzten Wahl haben hier 33 Prozent der Wähler für die NPD gestimmt. Auch aus Trotz. Und diesmal? Besuch in einer Gemeinde am äußersten rechten Rand.

Von Thomas Hahn

Das Landleben schmeckt nach Blut und Pflaumen. So hat es Ingelore Grygula als Kind erlebt auf dem elterlichen Hof im Koblentzer Ortsteil Breitenstein. Geflügelklein, Backpflaumen, Gänseblut - das sind die wichtigsten Zutaten von Schwarzsauer, einem Gericht, das die Bauersfrauen früher an Schlachttagen zur Resteverwertung zubereiteten. Es war ein Arme-Leute-Essen, kein Genuss für Kinder, aber wenn die Großmutter die schwarze, zähflüssige Blutsuppe mit Kartoffelklößen auf den Tisch stellte, gab es keine Wahl. "Du isst dat", sagte sie. Also aß die kleine Ingelore.

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