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USA:Statue von Sklaverei-Gegner geschändet

An dieser Stelle stand die Statue von Frederick Douglass.

(Foto: AP)

Unbekannte haben die Statue des Autors und Aktivisten Frederick Douglass im Bundesstaat New York gestürzt und beschädigt.

In Rochester im US-Bundesstaat New York ist am Sonntag die Statue des schwarzen Autors und Sklaverei-Gegners Frederick Douglass geschändet worden. Wie die Polizei erklärte, verschleppten Unbekannte die Statue von ihrem Platz in einem Park. Sie sei 15 Meter entfernt an einem Flussufer beschädigt aufgefunden worden.

Am 5. Juli 1852 hatte Douglass, ein ehemaliger Sklave, seine berühmteste Rede gehalten. Für Schwarze sei der 4. Juli, an dem die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten gefeiert wird, kein Grund zum Feiern, sagte er. Schließlich lebten sie in einem Land, das sie versklave und unterdrücke. "Der 4. Juli ist eurer, nicht meiner. Ihr mögt euch freuen, ich muss trauern."

Seit dem Tod von George Floyd durch Polizeigewalt sind in den USA viele Statuen von Politikern, die Teil des Systems der Unterdrückung von Schwarzen in den USA waren, beschmiert, beschädigt oder zerstört worden. Im Zuge der wachsenden politischen und gesellschaftlichen Spannungen in den USA hat das auch eine Gegenbewegung ausgelöst. Ein Vertreter der Gruppe, die Douglass' Statue errichtet hatte, sagte einer lokalen Zeitung, sie werde wieder an ihren Platz kommen.

© SZ.de/kit
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