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USA:Clinton nennt sich "Teil des Widerstands"

Former U.S. Secretary of State Clinton takes part in the Women for Women International Luncheon in New York

Hillary Clinton: "Ich glaube, wir haben wegen der Zwischenfälle in den letzten zehn Tagen verloren."

(Foto: Brendan McDermid/Reuters)
  • Hillary Clinton hat Fehler im US-Präsidentenwahlkampf eingestanden, ihre Niederlage führt sie jedoch auf andere Dinge zurück.
  • So hätten ein Brief von FBI-Direktor Comey, russische Einmischung und Frauenfeindlichkeit Donald Trump zum Wahlsieg verholfen.
  • Trotzdem übernehme sie die "volle persönliche Verantwortung" als Kandidatin.

Hillary Clinton führt ihre Niederlage bei der Präsidentschaftswahl in den USA auf russische Einmischung, Frauenfeindlichkeit und fragwürdige Entscheidungen des FBI zurück. "Ich glaube, wir haben wegen der Zwischenfälle in den letzten zehn Tagen verloren", sagte die Demokratin bei einer Veranstaltung der Organisation Women for Women International.

Sie bezog sich dabei auf den Brief von FBI-Direktor James Comey zu ihrem E-Mail-Verkehr Ende Oktober. Das FBI hatte seine Untersuchung zu Clintons Umgang mit dienstlichen E-Mails als Außenministerin bereits abgeschlossen, als Comey den Brief an den Kongress schrieb und erklärte, es seien weitere E-Mails mit möglichem Bezug zu Clintons E-Mail-Affäre aufgetaucht. Erst Tage später teilte er mit, auch die neu entdeckten Nachrichten gäben keinen Anlass für ein Strafverfahren.

"Es war keine perfekte Kampagne"

Dieser Brief habe Wähler abgeschreckt, sagte Clinton nun - genau wie die Veröffentlichung interner E-Mails der Demokraten auf der Enthüllungsplattform Wikileaks. Auch Frauenfeindlichkeit habe beim Sieg ihres republikanischen Gegners Donald Trump eine Rolle gespielt.

Clinton räumte auch Fehler ein: "Es war keine perfekte Kampagne, so etwas gibt es gar nicht." Sie übernehme die "volle persönliche Verantwortung" als Kandidatin. Und sie wolle nicht aufhören, sich in die Politik der USA einzumischen. Zur Freude ihrer Anhänger und Trump-Gegner nannte Clinton sich "eine Aktivistin und Teil des Widerstands".

© SZ.de/AP/fued/fie

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