US-Präsident Kelly Craft soll neue UN-Botschafterin werden

Soll Nachfolgerin von Nikki Haley bei der UN werden: die US-Diplomatin Kelly Craft.

(Foto: REUTERS)
  • Die Diplomatin ist aktuell als US-Botschafterin nach Kanada entsandt.
  • Dort habe sie ihr Land "herausragend" vertreten, lobte der US-Präsident auf Twitter.
  • Trumps ursprüngliche Wunschkandidatin, die ehemalige Fox-News-Moderatorin Heather Nauert, hatte ihre Bewerbung am Wochenende überraschend zurückgezogen.

US-Präsident Donald Trump will die Diplomatin Kelly Craft als neue amerikanische Botschafterin bei den Vereinten Nationen nominieren. Sie habe die USA bisher "herausragend" vertreten, schrieb Trump am Freitagabend auf Twitter. Er habe keinen Zweifel daran, "dass unser Land unter ihrer Führung auf höchstem Niveau repräsentiert wird".

Craft ist derzeit US-Botschafterin in Kanada. Zwei mit der Personalie vertraute Gewährsleute sagten der Nachrichtenagentur AP, dass Berater dem Präsident erklärt hätten, dass eine Nominierung Crafts von allen drei Kandidaten, die Trump für die Nachfolge von Nikki Haley in der engeren Auswahl habe, am leichtesten durchzusetzen wäre. Crafts Nominierung muss noch vom Senat bestätigt werden.

Trump hatte ursprünglich Außenamtssprecherin Heather Nauert für den Posten bei den Vereinten Nationen in New York vorgeschlagen. Nauert verzichtete jedoch am vergangenen Samstag überraschend auf das Amt. Sie begründete dies damit, dass die zwei Monate seit ihrer Nominierung für ihre Familie eine Strapaze gewesen seien.

Die Opposition hatte Nauert mangelnde außenpolitische Erfahrung vorgeworfen. Sie arbeitete früher als Moderatorin beim konservativen und Trump überaus wohlgesonnenen Fernsehsender Fox News.

Die bisherige Amtsinhaberin Nikki Haley hatte den Posten zum Jahresende aus persönlichen Gründen abgegeben. Seit Trumps Amtsübernahme im Januar 2017 sind eine ganze Reihe von Regierungsvertretern entweder freiwillig zurückgetreten oder wurden entlassen. Zu ihnen gehören unter anderem die Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn und H.R. McMaster, Stabschef Reince Priebus, Trumps Kommunikationsdirektoren Hope Hicks und Anthony Scaramucci sowie Außenminister Rex Tillerson.

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